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Arbeitsmarkt : Nicht mehr Lohn

  • -Aktualisiert am

Die deutsche Wirtschaft ist in Feierlaune. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat schon drei Prozent mehr Lohn gefordert. Eines aber sollte auch nicht vergessen werden: Die Lohnzurückhaltung hat die deutschen Betriebe wettbewerbsfähiger und die Arbeitsplätze sicherer gemacht.

          Wie schnell sich doch der Wind drehen kann. Vor wenigen Monaten noch schienen Arbeitgeber und Gewerkschaften nur ein Thema zu kennen: Beschäftigungssicherung. Zu Recht, denn in einer Krise mit solchen Auftragseinbrüchen ist die Rettung von Arbeitsplätzen kein Selbstläufer.

          Nun aber ist die deutsche Wirtschaft in Feierlaune. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Arbeitnehmer fragen würden, ob sie denn auch eingeladen sind zur Aufschwung-Sause. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat schon mal die Ballons aufgeblasen und drei Prozent mehr Lohn gefordert.

          Aber noch werden die Löhne hierzulande von den Tarifparteien festgelegt, und einige, die Metaller etwa, haben sich mit ihren jüngsten Abschlüssen nun mal für eine längere Zeit gebunden. An Verträgen sollte nicht gerüttelt werden. Unabhängig davon sind die Firmen frei, ihre Mitarbeiter am derzeitigen Erfolg zu beteiligen. In den nächsten Tarifrunden wird das Geld dann sowieso wieder eine größere Rolle spielen.

          Eines aber sollte auch dann nicht vergessen werden: Die Lohnzurückhaltung hat die deutschen Betriebe wettbewerbsfähiger und die Arbeitsplätze sicherer gemacht.

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