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Arbeitsmarkt : Deutsche machen die meisten Überstunden im Euroraum

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Überstunden bei der Europäischen Zentralbank: Auch am späten Abend brennt noch das Licht Bild: Jung, Hannes

Der Unterschied zwischen der vereinbarten und der tatsächlichen Arbeitszeit ist laut einem Medienbericht in keinem anderen Land der Eurozone so groß wie in Deutschland. Der Großteil der Überstunden bleibt unbezahlt.

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          Deutsche Arbeitnehmer machen nach Erkenntnissen der EU-Kommission in Brüssel im Durchschnitt mehr Überstunden als ihre Kollegen in den europäischen Nachbarländern. Der zuständige EU-Sozialkommissar Lazlo Andor sagte laut der Montagsausgabe der Zeitung „Die Welt“: „In keinem Land der Eurozone gibt es einen so großen Unterschied zwischen der tarifvertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit und der tatsächlichen Wochenarbeitszeit wie in Deutschland.“

          Laut EU-Studien liege die tatsächlich vereinbarte Wochenarbeitszeit in Deutschland bei 37,7 Stunden - tatsächlich arbeiteten die Beschäftigten aber 40,5 Stunden in der Woche. Jedes Land habe bei der Arbeitszeit seine Eigenheiten. „Wichtig ist am Ende, dass das Land wettbewerbsfähig ist und dass die Vorgaben der EU-Arbeitszeitrichtlinie eingehalten werden - das ist in Deutschland im allgemeinen der Fall“, sagte Andor.

          Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit ergaben laut „Welt“, dass Erwerbstätige in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich 47,3 Überstunden leisteten. Mehr als die Hälfte davon wurden der Studie zufolge weder mit Geld noch mit einem Freizeitausgleich honoriert. Bezahlt wurden im Schnitt lediglich 20 Überstunden.

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