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Ruhe vor der Rezession? : In Europa haben so viele Menschen Arbeit wie seit zehn Jahren nicht mehr

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Arbeitslosenquoten in EU und Eurozone: Seit 2013 weisen die Kurven stetig nach unten. Bild: F.A.Z.

Es ist ein 10-Jahres-Rekord: Immer mehr Menschen in Europa haben einen Arbeitsplatz und verdienen Geld. Die Frage ist nur, wie lang die guten Zeiten anhalten werden.

          In der Eurozone haben immer mehr Menschen Arbeit. Die Arbeitslosenquote in der Währungsunion fiel im November 2018 überraschend auf das niedrigste Niveau seit 2008. Das Statistikamt Eurostat bezifferte sie am Mittwoch auf 7,9 Prozent. Ein halbes Jahr zuvor waren noch 8,2 Prozent der Menschen ohne Arbeitsplatz.

          In der gesamten Europäischen Union verharrte die Arbeitslosenquote im November bei 6,7 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000. Im Euroraum waren somit noch gut 13 Millionen Menschen ohne Arbeit, in der gesamten EU waren es rund 16,5 Millionen.

          Die positiven Zahlen zeigen dabei aber vor allem, dass es in der Vergangenheit wirtschaftlich gut lief in Europa. Mit der Finanz- und späteren Staatsschuldenkrise begannen die Arbeitslosenraten in Europa ab 2008 stark zu steigen. Die Arbeitslosigkeit im Euroraum kletterte bis über 12 Prozent im Jahr 2013. Seitdem sank die Quote stetig, ebenso wie jene der EU.

          Für die Zukunft könnten dem Kontinent und auch der ganzen Weltwirtschaft aber schwierigere Zeiten bevorstehen, die Zeichen für ein Stocken der Konjunktur mehrten sich zuletzt. So korrigierte die Weltbank  ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft nach unten – und verwies dabei vor allem auf die handelsfeindliche Wirtschaftspolitik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Zugleich schrumpften die Produktion der deutschen Industrie und die Exporte, das Wort Rezession macht die Runde. Zum Beispiel der Maschienenbau sieht turbulente Zeiten auf sich zukommen – wegen der amerikanischen Handelskonflikte, dem Brexit und schlechterer Wirtschaftsaussichten für China.

          Trotz der positiven Arbeitsmarktzahlen unterscheidet sich die Lage in den verschiedenen Ländern Europas zudem stark. Während die Arbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien mit zweistelligen Quoten weiterhin sehr hoch ist, zählt Deutschland mit 3,3 Prozent zu den Ländern mit der geringsten Quote in Europa. Allerdings weicht diese Quote wegen einer anderen Berechnungsgrundlage deutlich von dem Wert der Bundesagentur für Arbeit ab.

          Die niedrigste Arbeitslosigkeit hatte weiter Tschechien, das derzeit einen wirtschaftlichen Boom erlebt, mit 1,9 Prozent, gefolgt von Deutschland und den Niederlanden (3,5 Prozent).

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