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Àrbeitslosenzahlen : Gebildet, westdeutsch, erwerbstätig

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Kommt er aus Westdeutschland? Bild: dpa

Die Erwerbslosigkeit in Deutschland liegt deutlich unter dem OECD-Schnitt. Doch auf nationaler Ebene zeigen sich klare regionale und bildungsabhängige Unterschiede.

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          Menschen mit höherer Bildung sowie in Westdeutschland sind seltener von Arbeitslosigkeit betroffen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Demnach lag die Erwerbslosenquote in Deutschland im vergangenen Jahr bei Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren mit einem Hochschul- oder Fachschulabschluss oder einem Meistertitel bei 2,0 Prozent. Bei mittleren Bildungsabschlüssen betrug der Anteil 3,3 Prozent, bei Geringqualifizierten sogar 9,2 Prozent.

          Auch regional gibt es erhebliche Unterschiede: So waren in den ostdeutschen Bundesländern deutlich mehr Menschen ohne Beschäftigung als im Westen. Die Erwerbslosenquote bei mittlerem Bildungsstand betrug in Ostdeutschland zwischen 4,4 und 6,9 Prozent. In Bayern dagegen waren nur 1,9 Prozent arbeitslos.

          Noch stärkere Unterschiede gab es bei niedrigem Bildungsstand. In Sachsen-Anhalt waren 23,6 Prozent der Geringqualifizierten arbeitslos, in Berlin 21 Prozent, in Sachsen 18,9 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern 18,5. In Bayern dagegen waren nur 5,3 Prozent der gering qualifizierten Menschen erwerbslos, in Baden-Württemberg 6 Prozent und in Rheinland-Pfalz 6,2 Prozent.

          Bundesweit lag die Arbeitslosigkeit der Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren in Deutschland mit einer Gesamtquote von 3,5 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt der OECD. In den 36 Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) betrug die Erwerbslosenquote insgesamt 5,8 Prozent.

          Im OECD-Durchschnitt waren 4,1 Prozent der Menschen mit höherem Bildungsabschluss erwerbslos sowie 6,1 Prozent der Menschen mit mittleren Bildungsabschlüssen. Bei Geringqualifizierten waren 10,4 Prozent ohne Arbeit.

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