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F.A.Z. exklusiv : Arbeitsagentur-Chef fordert Einwanderungsgesetz

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Detlef Scheele ist seit dem 1. April Chef der Bundesagentur für Arbeit. Bild: dpa

Notwendige Zuwanderung: Deutschland braucht jedes Jahr netto 300.000 qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland, sagt der Chef der Bundesagentur für Arbeit im Gespräch mit der F.A.Z. Seine Behörde hat schon reagiert.

          Damit auch in den kommenden Jahren der Bedarf an Fachkräften gedeckt werden kann, braucht Deutschland aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit in der kommenden Legislaturperiode ein Einwanderungsgesetz. „Ein solches Gesetz spielt aus meiner Sicht eine wichtige Rolle“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Behörde, Detlef Scheele, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Dies habe nichts mit Flüchtlingen zu tun, die aus humanitären Gründen kämen, sondern mit Menschen, die kommen sollen. „Deshalb kann Deutschland auch Kriterien aufstellen.“

          Scheele geht davon aus, dass Deutschland jedes Jahr eine Nettozuwanderung von ungefähr 300.000 qualifizierten Arbeitskräften braucht. Allein aus der EU sei dies dauerhaft nicht zu schaffen. Deshalb habe die Behörde gerade einen neuen Geschäftsbereich „Internationales“ gegründet, der im kommenden halben Jahr eine Strategie für das Auslandsgeschäft erarbeiten soll.

          Lesen Sie das gesamte Interview von 20 Uhr an bei F.A.Z. Plus, im e-paper oder morgen am Kiosk.

          In der Debatte über die Höhe des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung sprach sich Scheele gegenüber der F.A.Z. für eine Senkung von derzeit 3 auf 2,8 Prozent im Jahr 2019 aus. Das würde Kosten von rund 2,2 Milliarden Euro bedeuten. Eine Reduzierung um 0,5 Punkte, die ebenfalls im Gespräch ist, würde den Haushalt der Arbeitsagentur ins Minus drücken, warnte er.

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