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Lockdown und Freizeitvergnügen : Spaßbremse Corona

So ist das Feiern auch in Corona-Zeiten ungefährlich. Bild: www.plainpicture.com

Unterhaltung und Freizeitvergnügen sind wegen Corona verboten, Arbeiten ist erlaubt: So hat es die Politik verkündet. Lässt sich das in einer Wohlstandsgesellschaft überhaupt trennen?

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          Es sind ernste Zeiten, fürwahr. In manchen europäischen Ländern können die Krankenhäuser die vielen Corona-Patienten kaum noch aufnehmen, auch hierzulande stieg zuletzt die Zahl der Infizierten, der Schwerkranken und auch der Toten. Die unerwartet frühe Rückkehr des Virus, das sich über den Sommer bemerkenswert zahm verhielt, bedroht Wohlstand und Arbeitsplätze. Dass sich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt auf der anderen Seite des Atlantiks die älteste Demokratie der Welt in einem Wahlkrimi zerlegt, macht die Sache nicht besser. Vergnüglich klingt das alles nicht.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Das finden offenbar auch die Regierungen von Bund und Ländern, die den seit dieser Woche geltenden Lockdown über die Bundesrepublik verhängten. „Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen“, heißt es in ihrem Beschluss. „Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.“ Und als würde das alles nicht genügen, fügte die Kanzlerin am Montag noch einen sehr unschönen Satz hinzu. „Das bedeutet natürlich vier Wochen lang Verzicht auf vieles, was das Leben schön macht“, sagte sie.

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