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Arbeit in Deutschland : Weniger befristete Verträge

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Ein Arbeitnehmer an der Werkbank. Durchschnittlich arbeiten die Deutschen etwas weniger als noch vor vier Jahren. Bild: dpa

Das Statistische Bundesamt hat eine Erhebung über die Qualität der Arbeit veröffentlicht. Bei der Erwerbstätigkeit gibt es weiterhin deutliche Geschlechterunterschiede.

          Das Statistische Bundesamt hat eine Erhebung veröffentlicht, die einen Überblick über die Qualität der Arbeit verschaffen soll. Daraus geht hervor: Kurzfristig, also im Vergleich zu 2011 sind die Anteile von befristet Beschäftigten und unfreiwilligen Teilzeitarbeitern sowie die durchschnittliche Arbeitszeit zurück gegangen. Vergleicht man die Werte allerdings mit welchen von vor 20 Jahren sieht die Entwicklung eher gegenteilig aus.

          Arbeitszeit

          So arbeitete ein Arbeitnehmer in Vollzeit 2015 durchschnittlich 40,5 Stunden pro Woche und somit 12 Minuten weniger als 2011. Verglichen mit dem Jahr 1996 sind es 30 Minuten mehr.

          Selbstständige arbeiteten mit 48,9 Wochenstunden im Schnitt sogar fast zwei Stunden weniger als vor vier Jahren. Bei ihnen ist auch langfristig die Arbeitszeit gesunken. Vor 20 Jahren arbeiteten sie Im Durchschnitt fast 55 Stunden wöchentlich.

          Befristete Beschäftigung

          Außerdem gibt es im Vergleich zu 2011 etwas weniger befristet Beschäftigte. In der Gruppe der 35 bis 54-Jährigen waren 2015 zum Beispiel knapp sechs Prozent befristet beschäftigt, ein halbes Prozent weniger als 2011. Vor 20 Jahren lag ihr Anteil aber noch unter fünf Prozent.

          Noch gravierender fällt das in der Gruppe der Berufsanfänger und -einsteiger auf. Von den 25 bis 34-jährigen waren letztes Jahr knapp 18 Prozent und somit circa ein Prozent weniger als 2011 befristet beschäftigt. Im Vergleich zu 1996 hat sich ihr Anteil aber verdoppelt. Damals betrug er nur 9,6 Prozent.

          Unfreiwillig in Teilzeit

          Teilzeitarbeiter, die eigentlich lieber Vollzeit arbeiten würden machten 2015 knapp 13 Prozent aller Erwerbstätigen aus. Im Vergleich zu 2011 ist das ein Rückgang von drei Prozent, im Vergleich zu vor 20 Jahren aber ein leichter Anstieg.

          Außerdem geht aus der Erhebung hervor, dass viele Erwerbstätige auch am Wochenende im Einsatz sind. 26,5 Prozent von ihnen arbeiteten vergangenes Jahr ständig oder regelmäßig an Samstagen oder Sonntagen. Vor 20 Jahren lag die Quote bei 23,5 Prozent und stieg bis 2007 auf 27,8 Prozent, den bisherigen Höchststand.

          Geschlechterunterschiede

          Bei der Erwerbstätigkeit gibt es weiterhin deutliche Geschlechterunterschiede. So war der Frauenanteil an Führungspositionen deutlich niedriger als der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen. Auch wenn sich heute mehr Frauen in Führungspositionen befinden als noch vor 20 Jahren, waren 2015 immer noch sieben von zehn Führungskräften männlich. Außerdem arbeiten Frauen weitaus häufiger in Teilzeit als Männer: Knapp vier von fünf Teilzeiterwerbstätigen waren im Jahr 2015 Frauen. 

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