https://www.faz.net/-gqe-8bv1f

Nach Ermittlungen : Apple muss in Italien Steuern nachzahlen

  • Aktualisiert am

Aple-Chef Tim Cook im November bei einem Besuch in Mailand Bild: AP

Apples Steuerpraktiken stehen seit Jahren unter Beschuss. Nach Ermittlungen in Italien zahlt der Konzern dort jetzt 318 Millionen Euro an den Fiskus nach. Ein Präzendenzfall für andere Länder?

          1 Min.

          Der amerikanische Technologiekonzern Apple zahlt nach Ermittlungen wegen Steuerbetrugs in Italien einen Millionenbetrag. Die Apple-Niederlassung Italien werde 318 Millionen Euro überweisen, teilte die italienische Steuerbehörde am Mittwoch mit. Ein Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP damit einen entsprechenden Bericht der Zeitung „La Repubblica“, wollte sich aber nicht zu weiteren Einzelheiten äußern.

          Die Steuerbehörden in Italien hatten Apple beschuldigt, von 2008 bis 2013 Einnahmen in Höhe von knapp einer Milliarde Euro verschwiegen und somit nicht versteuert zu haben. Laut dem Bericht hat Apple sich nun bereit erklärt, genau den Betrag zu zahlen, den die Behörde verlangt hat.

          Die Vereinbarung könnte laut dem Bericht einen Präzendenzfall schaffen. Denn Apples Steuerpraktiken stehen auch in anderen Ländern unter Beschuss. Nach einer Untersuchung eines amerikanischen Senatsausschusses vor zwei Jahren hat Apple mehrere wichtige Tochtergesellschaften so organisiert, dass sie aus steuerlicher Sicht staatenlos sind. So habe Apple die Gesellschaften weitgehend dem Zugriff der Steuerbehörden entzogen. Auch dem Internet-Versandhaus Amazon, der Kafffekette Starbucks und dem Suchmaschinenbetreiber Google wird von Kritikern immer wieder vorgehalten, sie würden mit teils legalen, aber unanständigen Tricks ihre Steuern minimieren.

          Weitere Themen

          Umweltschützer zünden Globus vor EZB an Video-Seite öffnen

          Klima-Demonstration : Umweltschützer zünden Globus vor EZB an

          In Frankfurt am Main haben am frühen Mittwoch Klimaaktivisten einen Globus vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank angezündet, um für ein Ende der sogenannten „Fossilindustrie“ zu demonstrieren.

          Kritik an Ausbauplänen

          Offshore-Windkraft : Kritik an Ausbauplänen

          Der Ausbau der Windkraft soll forciert werden. Doch Netzbetreiber 50Hertz ist mit den Plänen für die Ostsee unzufrieden – und ein dänischer Investor warnt, dass Deutschland bald kein attraktiver Markt mehr sein könnte.

          Topmeldungen

          Bundestagswahl : Diese Politiker treten 2021 nicht mehr an

          Nicht nur die Bundeskanzlerin will nächstes Jahr aufhören – auch viele andere prominente Politiker ziehen sich nach der Bundestagswahl zurück. Einer aber will unbedingt weitermachen. Dabei ist er jetzt schon Rekordhalter.
          Der Pianist Igor Levit engagiert sich auch politisch: hier am 9. November 2018 auf der 43. Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Leipzig.

          SZ und Igor Levit : Der Druck der Masse

          Erst veröffentlicht die „Süddeutsche Zeitung“ eine Polemik gegen den Pianisten Igor Levit, dann entschuldigt sie sich dafür. Was geht da eigentlich vor?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.