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Apec-Kommentar : Appell an China

  • -Aktualisiert am

Obama an China: Bewegt Euch Bild: AFP

Der Wahlkampf hat begonnen. Doch Obamas Kritik an China ist mehr als eine Abgrenzung. Sie ist eine unverblümte Aufforderung.

          1 Min.

          Reichlich unverblümt hat der amerikanische Präsident Barack Obama zum Abschluss des Apec-Gipfeltreffens auf Hawaii China vorgeführt. China solle sich wie ein Erwachsener benehmen und endlich nach den Regeln spielen.

          Stichworte sind der unfreie Wechselkurs des Renminbi und der Schutz vor Produktfälschungen. Obamas harte Worte zielen zum Teil auf die heimische Wählerschaft, der er sich vor der Wahl 2012 als Kämpfer um Arbeitsplätze im Export vorführen möchte. Dahinter steckt aber mehr.

          Mit der Freihandelsinitiative Trans-Pazifische Partnerschaft (TPP) signalisieren die Vereinigten Staaten ihre dominante Stellung als politische und als wirtschaftliche Kraft im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum.

          Japan, Kanada und Mexiko wollen auch mitmachen. Die TPP könnte zum Gegenstück der heterogenen Apec werden, weil diese sich in Sachen Freihandel nicht schnell genug bewegt. Die Tür der TPP ist nicht geschlossen. Das Bündnis steht anderen Ländern offen.

          China müsste sich dazu stärker von der staatlichen Wirtschaftslenkung hin zur Marktwirtschaft entwickeln. Obamas harte Worte an Peking sind insoweit nicht Abgrenzung, sondern Aufforderung: Bewegt Euch!

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

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