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Anschläge : Mindestens 100 Tote bei Explosionen in Pakistan

  • Aktualisiert am

Trümmer in der Stadt Quetta Bild: AFP

Bei einer Serie von Explosionen sind in Pakistan mindestens 100 Menschen getötet und über 200 verletzt worden. Besonders heftig traf es die südwestpakistanische Provinzhauptstadt Quetta.

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          Bei mehreren Explosionen sind in Pakistan am Donnerstag mindestens 100 Menschen getötet und über 200 verletzt worden. Besonders schlimm traf es die südwestpakistanische Provinzhauptstadt Quetta, in der im Laufe des Tages drei Sprengsätze detonierten. Dort stieg die Zahl der Todesopfer bis zum Abend auf 69, wie die Behörden mitteilten.

          Zunächst explodierte in Quetta ein Sprengsatz auf einem zentralen Platz. Dabei starben elf Menschen, mindestens 27 wurden verletzt. Das Ziel des Anschlags in der Hauptstadt der Unruheprovinz Balochistan war zunächst unklar. In Balochistan kämpfen vor allem ethnische Gruppen, die mehr Autonomie fordern.

          Später wurde ein Billard-Zentrum von zwei kurz aufeinander folgenden Explosionen erschüttert. Dabei starben nach offiziellen Angaben mindestens 48 Menschen, die Zahl der Verletzten wurde zunächst mit mindestens 112 angegeben.

          Die zweite Bombe sei detoniert, als Menschen zusammenströmten, um den Opfern des ersten Anschlags zu helfen, teilte die Polizei mit. Der örtliche TV-Sender Samaa meldete, bei der zweiten Explosion sei einer seiner Journalisten umgekommen.

          Zuvor schon starben in der Stadt Mingora im nordwestlichen Swat-Tal mindestens 21 Menschen bei einer Explosion in einem islamischen Zentrum, in dem muslimische Prediger ausgebildet werden. Mehr als 75 Menschen seien verletzt worden.

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