https://www.faz.net/-gqe-a3m7q

Industriekonzern : General Electric baut keine Kohlekraftwerke mehr

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Konzern General Electric konkurriert auf vielen Geschäftsfeldern mit Siemens. Bild: Reuters

Es gilt als Zeichen dafür, dass der Energiesektor künftig weniger auf die Stromerzeugung mit Kohle setzen wird. General Electric will sich aus dem Geschäft zurückziehen. Laufende Verträge sollen aber noch erfüllt werden.

          1 Min.

          General Electric will aus dem Bau von Kohlekraftwerken aussteigen. Man werde sich mehr auf erneuerbare Energiequellen konzentrieren, teilte der Siemens-Rivale am Montag mit. Einen Zeitpunkt für den Produktionsstopp nannte GE nicht. Der amerikanische Industriekonzern werde aber bestehende Verpflichtungen gegenüber den Kunden erfüllen.

          Das Unternehmen ließ offen, was aus der Sparte werden soll. Das Aus für Kohlekraftwerke könne Werksschließungen und Arbeitsplatzverluste bedeuten, auch ein Verkauf sei möglich. Zuletzt hatte GE mit dem Bau von Turbinen für Kohle- und Dampfkraftwerke noch rund eine Milliarde Dollar im Jahr umgesetzt. Umsatzstärker und lukrativer sind aber die Wartungs- und Dienstleistungsverträge mit den Betreibern.

          Kathy Hipple, Analystin beim Institute for Energy Economics and Financial Analysis, sagte, der Schritt werde an den Märkten positiv aufgenommen. „Der Ausstieg von GE aus kohlebefeuerten Kraftwerken - nachdem das Unternehmen hier jahrzehntelang Marktführer war - ist das Eingeständnis, dass das Wachstum im Energiesektor nicht länger in der Kohle liegt.“ Der Markt für Wind- und Solarkraftwerke ist allerdings hart umkämpft.

          Siemens hat den formellen Beschluss zum Ausstieg noch nicht gefasst. Vorstandschef Joe Kaeser hatte allerdings bereits im Juli angekündigt, dass er den Vorstand der Energietechnik-Sparte Siemens Energy gebeten habe, zügig einen Plan für den Ausstieg aus der Kohle vorzulegen. Aber die Energiewende werde nicht über Nacht machbar sein.

          Siemens Energy soll am kommenden Montag von Siemens abgespalten und an die Frankfurter Börse gebracht werden. Kaeser wird dann Aufsichtsratschef von Siemens Energy.

          Weitere Themen

          Alle wichtigen Fakten zum BER Video-Seite öffnen

          Langer Anlauf, lange Eröffnung : Alle wichtigen Fakten zum BER

          Die Eröffnung wurde immer wieder verschoben, und die Kosten explodierten – der neue Berliner Flughafen sorgte über Jahre für Negativschlagzeilen. Mit neun Jahren Verspätung geht der Flughafen „Willy Brandt“ vor den Toren der Hauptstadt nun in Betrieb.

          Topmeldungen

          Eine Frau mit einer Packung Eier – im Hintergrund das Kapitol in Havanna

          Corona-Krise auf Kuba : Schlimmer als die Pandemie

          In Kuba setzt die Regierung strenge Maßnahmen gegen Corona ein. Noch härter als die Pandemie trifft die Menschen jedoch die Lebensmittelkrise. Das Land schlittert in eine immer schwierigere Situation.
          Wahlkämpferisch: Donald und Melania Trump am Freitag bei einer Veranstaltung in Tampa, Florida.

          Wahl in Amerika : Gespaltene Staaten

          Aus dem zivilisierten Wettstreit um die politische Macht zwischen Rot und Blau ist in den Vereinigten Staaten ein radikaler Kampf um alles oder nichts geworden; das liegt nicht nur an Donald Trump. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.