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Ankündigung erwartet : Deutsche Bank beginnt Fusionsgespräche mit Commerzbank

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Langsam wird es ernst: Der Zusammenschluss der Deutschen Bank mit der Commerzbank soll von beiden ernsthaft geprüft werden. Bild: dpa

Die Deutsche Bank und die Commerzbank werden wohl demnächst auch offiziell Fusionsgespräche aufnehmen. Eine entsprechende Ankündigung wird für den frühen Mittag erwartet.

          Die Deutsche Bank wird nach Informationen aus Finanzkreisen in Kürze die Aufnahme von Fusionsgesprächen mit der Commerzbank offiziell ankündigen. Eine entsprechende Mitteilung werde am  Sonntagmittag erwartet. Über die Aufnahme solcher Gespräche war in den vergangenen Monaten heftig spekuliert worden. Sprecher der beiden Institute wollten die Informationen zunächst nicht kommentieren.

          Vergangenes Wochenende war durchgesickert, dass die Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing und Martin Zielke im kleinen Kreis über ein Zusammengehen der beiden größten deutschen Privatbanken sprechen. Die Gespräche befänden sich in einem extrem frühen Stadium und es sei keineswegs klar, dass diese am Ende auch erfolgreich sein würden. „Man will ein Zusammengehen ernsthaft prüfen. Es steht aber keineswegs fest, dass es am Ende dann auch zu einer Transaktion kommt.“

          Sollten das Vorhaben glücken, entstünde die mit weitem Anstand größte deutsche Bank mit rund 38 Millionen Privat- und Firmenkunden, anfänglich rund 140.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von fast zwei Billionen Euro. Das Vorhaben wird auch von der Politik unterstützt - insbesondere von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und seinem Staatssekretär Jörg Kukies, dem früheren Deutschland-Chef von Goldman Sachs.

          Viel Zweifel

          Wichtige Anteilseigner sind jedoch nicht überzeugt, dass eine Fusion sinnvoll ist. Die Gewerkschaften laufen Sturm gegen einen Zusammenschluss, weil dieser mit dem Abbau von mehreren zehntausend Stellen verbunden sein dürfte. Die Gewerkschaftsvertreter in den Aufsichtsräten der beiden Geldhäusern haben schon angekündigt, dass sie gegen eine Fusion stimmen würden. Am kommenden Donnerstag soll das Thema in den Aufsichtsräten beider Konzerne diskutiert werden, auch wenn es bislang nicht auf den Tagesordnungen steht.

          Beide Banken stehen nicht gerade gut da - vor allem im internationalen Vergleich. Der Deutschen Bank war 2018 nach drei Verlustjahren in Folge zwar die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen, allerdings schwächelt das wichtige Investmentbanking weiterhin. Die Commerzbank schrieb zwar ebenfalls schwarze Zahlen, musste aber ihre mittelfristigen Gewinnziele zuletzt kassieren.

          Der seit fast einem Jahr amtierende Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat dem einstigen deutschen Vorzeigeinstitut 2018 eine Rosskur verordnet, in deren Rahmen tausende Stellen gestrichen wurden und werden und das Institut seine Investmentbank eindampft, die seit Jahren der Konkurrenz vor allem aus den Vereinigten Staaten hinterherläuft.

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