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Cyberkriminalität : Anklage wegen Drogenhandel

2017 gelang es deutschen Fahndern zusammen mit niederländischen Behörden, den damals zweitgrößten illegalen Marktplatz „Hansa Market“ im sogenannten Darknet abzuschalten. Bild: dpa

Die ehemaligen Betreiber des illegalen online Marktplatzes „Hansa Market“ müssen sich nun vor Gericht verantworten. Neben dem Handel mit Betäubungsmitteln geht es um Urheberrechtsverletzungen.

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          Frankfurt. Im Sommer 2017 gelang es deutschen Fahndern zusammen mit niederländischen Behörden, den damals zweitgrößten illegalen Marktplatz „Hansa Market“ im sogenannten Darknet abzuschalten. Nun hat die bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität Anklage gegen die Betreiber erhoben. Die beiden 34 Jahre alten Männer aus Nordrhein-Westfalen sollen sich vor dem Landgericht Gießen wegen Vorwurfs des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten. Auf dem Marktplatz sollen 40 000 Anbieter Drogen angeboten haben, der Hansa Market soll knapp 200 000 Nutzer auf der ganzen Welt angezogen haben.

          Marcus Jung
          (mj. ), Wirtschaft

          Zudem sollen sie neben einem weiteren Angeschuldigten über das Download-Portal „LuL.to“ zahlreiche Urheberrechtsverletzungen ermöglicht haben. Den Rechte- und Lizenzinhabern soll ein Schaden von 45 Millionen Euro entstanden sein. Der von der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ursprünglich in München angeklagte Fall soll ebenfalls in Gießen verhandelt werden. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens muss eine Strafkammer noch entscheiden.

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