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Anklage gegen IWF-Chef : Schirmherr Strauss-Kahn

An der Rolle des IWF im Kampf gegen Europas Schuldenkrise wird sich nichts ändern Bild: AFP

Unabhängig von der weiteren Entwicklung der Affäre um Dominique Strauss-Kahn wird der IWF handlungsfähig bleiben, und das liegt gerade im europäischen Interesse. Wie wichtig dies ist, zeigt der Fall Griechenland.

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          Keine Führungsperson ist so wichtig, dass sie in einer funktionierenden Organisation nicht ersetzt werden könnte. Das gilt auch für den Internationalen Währungsfonds (IWF). Unabhängig von der weiteren Entwicklung der Affäre um Dominique Strauss-Kahn wird der IWF handlungsfähig bleiben, und das liegt gerade im europäischen Interesse.

          Es war vor allem die Bundesregierung, die im vergangenen Jahr gegen hartnäckigen Widerstand von Partnern auf einer Einbeziehung des IWF in die Hilfsprogramme für notleidende Mitglieder der Währungsunion gedrungen hatte. Dies geschah völlig zurecht. Denn der IWF steuert nicht nur Geld und Expertise bei. Er ist auch ein Garant dafür, dass Mauscheleien zwischen den Mitgliedern der Währungsunion unterbleiben und die Zahlungsempfänger ihre Auflagen nicht einfach ignorieren.

          Wie wichtig dies ist, zeigt der Fall Griechenland. Die dortige Regierung hat sich in den vergangenen Wochen schwer getan, die ihr vorgeschriebenen Privatisierungen von Staatsvermögen auf den Weg zu bringen. Die Nachrichten vom Wochenende deuten daraufhin, dass sich die Regierung in Athen eines Besseren besinnen könnte. Europa braucht den IWF.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

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