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Wirecard : Anklage gegen früheren Chef Braun zugelassen

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Markus Braun vor seiner Aussage im Wirecard-Untersuchungsausschuss (Archivbild von 2020) Bild: dpa

Mehr als zwei Jahre nach der Pleite des Zahlungsabwicklers Wirecard kommt dessen ehemaliger Vorstandschef Markus Braun vor Gericht. Das Landgericht München I hat die Klage zugelassen.

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          Im größten Bilanzbetrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte soll der Strafprozess gegen den früheren Wirecard-Vorstandschef Markus Braun in Kürze beginnen. Das teilte das Oberlandesgericht München am Mittwoch mit. Das Landgericht München I hat demnach die Anklage der Münchner Staatsanwaltschaft unverändert zugelassen.

          Diese wirft Braun, seinem Bilanzchef Stephan von Erffa und dem Statthalter von Wirecard in Dubai, Oliver Bellenhaus, in der 474 Seiten starken Anklageschrift Bilanzfälschung, Marktmanipulation, Untreue in mehreren Fällen und gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor.

          Laut Anklage sollen Braun und Komplizen seit 2015 die Wirecard-Bilanzen gefälscht und kreditgebende Banken um insgesamt 3,1 Milliarden Euro geschädigt haben - davon 1,7 Milliarden Euro an Krediten und weitere 1,4 Milliarden an Schuldverschreibungen. Im Juni 2020 brach der Wirecard-Konzern zusammen. Der österreichische Ex-Vorstandschef, der seit mehr als zwei Jahren in Untersuchungshaft sitzt, hat in der Vergangenheit seine Unschuld beteuert und die Vorwürfe zurückgewiesen.

          Der bevorstehende Prozess dürfte komplex und langwierig werden. Für ihre Anklage hatte die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben 340 Firmen, 450 Personen und mehr als 1100 Bankverbindungen als relevant erkannt und überprüft.

          Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft erfanden die Beschuldigten äußerst ertragreiche Geschäfte, damit Wirecard als überaus erfolgreiches Unternehmen wahrgenommen werde. Ausgewiesene Erlöse hätten gar nicht existiert. Die Konzernabschlüsse der Jahre 2015 bis 2018 seien falsch gewesen und hätten die Verhältnisse des Konzerns unrichtig wiedergegeben

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