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Vorbote einer Finanzkrise? : Amerikas Studenten haben 1,5 Billionen Dollar Schulden

  • Aktualisiert am

Jurastudenten der Harvard-Universität sehen hohen Gehältern entgegen. Bild: AP

Junge Akademiker in den Vereinigten Staaten stehen hoch in der Kreide. Manche Ökonomen sehen darin eine Gefahr.

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          Noch bevor sie überhaupt angefangen haben zu arbeiten, stehen sie schon substantiell in der Kreide: Studenten in den Vereinigten Staaten sind hoch verschuldet, zumindest in absoluten Zahlen. Derzeit sind es 1,5 Billion Dollar, oder ausgeschrieben 1.500.000.000.000 Dollar, berichtet die „Financial Times“ und beruft sich auf Zahlen der Ratingagentur Standard and Poor's. Alleine seit dem Studienjahr 2010/2011 hat sich diese Summe demnach um ungefähr eine halbe Billion Dollar erhöht.

          Zugleich sei seither zwar auch jedes Jahr ein geringeres neues Kreditvolumen vergeben worden. John Anglim, Fachmann von S&P, erklärte gegenüber der Zeitung allerdings, dass dies auf einzelne Maßnahmen zurückzuführen sei, die kurzfristig zwar etwas Entlastung brächten, langfristig aber die Belastung sogar vergrößern könnten. Er nennt etwa die Anpassung der mindestens zu leistenden Zahlungen. „Wenn die Regierung wirklich besorgt ist angesichts der wachsenden Studenten-Schulden, dann müssten wir mit einer breiter angelegten Strategie kommen und nicht mit einer, die wenigen Ausgewählten hilft.“

          Die Verschuldung der jungen amerikanischen Akademiker ist seit Jahren immer wieder ein Thema. Manche Ökonomen sehen darin sogar eine Gefahr, die sich zu einer größeren Finanzkrise entwickeln könnte. Sie verweisen etwa darauf, dass es ein großes, aus gebündelten Studentenkrediten konstruiertes Wertpapiervolumen gebe. Am Ende des vergangenen Quartals habe sich dieses auf mehr als 175 Milliarden Dollar belaufen, zitiert die „Financial Times“ Zahlen des Finanzverbandes „Securities Industry and Financial Markets Association“ – was ein deutlicher Rückgang ist verglichen mit den beinahe 243 Milliarden Dollar vor zehn Jahren.

          Andere Fachleute sorgen sich, dass die hohe Verschuldung der Studenten zwar kein Vorbote einer neuen Finanzkrise sei, aber schlicht die amerikanische Wirtschaft belaste. Weil sich junge Menschen dann beispielsweise eben erst später ein eigenes Haus leisten können. Immerhin deutet eine Statistik der Notenbank von New York daraufhin, dass immer weniger Studenten wirklich in Zahlungsrückstand geraten; eine entsprechende Quote ist gerade auf den niedrigsten Wert seit zwölf Jahren gefallen.

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