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Wegen Franken-Aufwertung : Amerikanischer Hedgefonds macht dicht

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Der Hedgefonds-Manager des „Global Fund“ von Everest Capital hatte offenbar auf eine Abwertung des Franken spekuliert. Bild: Picture-Alliance

Die Freigabe des Franken-Kurses hat einen großen amerikanischen Hedgefonds in die Bre­douil­le gebracht. Er hat nahezu sein gesamtes Kapital verloren und wird deswegen geschlossen.

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          Ein großer amerikanischer Hedgefonds hat einem Medienbericht zufolge nach der überraschenden Freigabe des Franken-Kurses durch die Schweizer Notenbank nahezu sein gesamtes Kapital verloren und wird deswegen geschlossen. Der Global Fund von Everest Capital habe darauf gesetzt gehabt, dass der Franken an Wert verliere, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Samstag eine mit dem Vorgang vertraute Person. Doch das Gegenteil passierte.

          Die Schweizer Notenbank hatte am Donnerstag völlig überraschend die Wechselkursbindung des Franken an den Euro aufgehoben. Davor hatte sie jahrelang den Franken mit einer Bindung an den Euro von einem zu starken Aufwerten abgehalten, um den sicheren Anlagehafen Schweiz vor der Überflutung durch die internationale Geldschwemme zu schützen. Mit der Freigabe erwischten die Schweizer Notenbanker Spekulanten auf dem falschen Fuß. Der Chef des Uhrenkonzerns Swatch, Nick Hayek, hatte die Franken-Freigabe einen „Tsunami“ genannt. Die Schweizer Währung sprang zwischenzeitlich um etwa 30 Prozent nach oben.

          Der Hedgefonds-Manager Marko Dimitrijevic müsse nun seinen größten Fonds schließen, den Global Fund von Everest Capital, berichtete Bloomberg. Der Fonds habe Ende 2014 über ein Vermögen von etwa 830 Millionen Dollar verfügt. Die in Miami ansässige Fondsgesellschaft Everest Capital verwalte aber immer noch sieben andere Fonds mit einem Kapital von insgesamt etwa 2,2 Milliarden Dollar. Ein Everest-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Dimitrijevic war zunächst nicht zu erreichen.

          Die Entscheidung der Schweizer Notenbank hatte Geldhäuser in der ganzen Welt überrascht. Der Deutschen Bank droht laut einem Medienbericht ein Verlust in Höhe von rund 150 Millionen Dollar. Der amerikanischen Großbank Citigroup könnten Verluste in gleicher Größenordnung entstehen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Wochenende. Auch die britische Großbank Barclays soll kräftig Geld verloren haben.

          Die ersten Pleiten gab es bislang bei kleineren Instituten: Der kleine neuseeländische Devisenhändler Global Brokers hatte schon kurz nach dem Beschluss der Schweizer Notenbank sein Geschäft eingestellt. Als größtes Opfer der Entscheidung galt bislang ein amerikanischer Onlinebroker für Kleinanleger, FXCM. Die Firma wurde mit einem Notkredit über 300 Millionen Dollar gerettet, nachdem die Aktie um mehr als 70 Prozent gefallen war. Der britische Wettbewerber Alpari UK meldete Insolvenz an.

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