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Amerikanische Notenbank : Loslassen lernen

Das billionenschwere Programm hatte am Anfang seinen Zweck erfüllt und die Märkte beruhigt. Ob es über die knapp neun Jahre Laufzeit erfolgreich war, darf man bezweifeln.

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          Die Federal Reserve will sich in einem geordneten Prozess von einem Teil der Anleihen lösen, die sie im großen Stil zu kaufen begann, als die Finanzkrise ausbrach. Der Kauf staatlich verbürgter Hypotheken-Anleihen und Staatsanleihen sollte die langfristigen Zinsen nach unten bringen. Unternehmen, Haushalte und Staat sollten günstige Kredite erhalten, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

          Das billionenschwere Programm hatte am Anfang seinen Zweck erfüllt und die Märkte beruhigt. Ob es über die knapp neun Jahre Laufzeit erfolgreich war, darf man bezweifeln. Amerikas Wirtschaft erholte sich ungewöhnlich schleppend. Die Niedrigzinsen treiben Investoren in hochspekulative Anlagen. Schließlich droht mit dem Staatsanleihekauf eine Politisierung der Zentralbank. Sie trägt zur Liquidität bei, mit der der amerikanische Staat sein steigendes Defizit finanziert.

          Aktuell planen die Republikaner, die Steuern über zehn Jahre um 1,5 Billionen Dollar zu senken. Nur Naive glauben, dass das ohne neue Schulden geht. Eine Zentralbank aber, die die Zügel anzieht, sehen Schuldenmacher ungern. Das Anleihevermögen rechtzeitig zu verringern, sichert der Fed dagegen wenigstens ein Stück Unabhängigkeit.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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