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Europäische und amerikanische Börsen : Amerikanische Börsen schließen im Plus

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Die europäischen Aktienindizes sind am Freitag überwiegend leicht gefallen. Am Nachmittag wurden die Verluste allerdings immer kleiner, als die amerikanischen Aktienindizes ins Plus drehten. Anmerkungen des amerikanischen Notenbankpräsidenten ...

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          Die europäischen Aktienindizes sind am Freitag überwiegend leicht gefallen. Am Nachmittag wurden die Verluste allerdings immer kleiner, als die amerikanischen Aktienindizes ins Plus drehten. Anmerkungen des amerikanischen Notenbankpräsidenten Ben Bernanke vom Vorabend wirkten laut Händlern in einem impulsarmen Umfeld bremsend auf den Handel. Der oberste Währungshüter der Vereinigten Staaten ist nach eigenen Angaben durchaus bereit, die Leitzinsen bei ausreichend positiven wirtschaftlichen Voraussetzungen wieder zu erhöhen. Diese Worte schürten Ängste bei einigen Anlegern, die Notenbank könne die Konjunktur drosseln, bevor sie Tritt gefasst hätte.

          Zu den Branchen mit den höchsten Kursverlusten zählten Bergbauwerte und andere Rohstofftitel. Sie reagierten auf fallende Notierungen für Industriemetalle. Der Euro Stoxx 50, wichtigster Aktienindex im Euro-Raum, gab bis zum Handelsende 0,2 Prozent auf 2882 Punkte nach. Die Aktien der französischen Banken Crédit Agricole und Société Générale waren unter den Kursverlierern.

          In Frankfurt drehte der Dax zeitweise ins Plus und pendelte überwiegend um seinen Vortageswert von 5718 Punkten. Zuletzt lag er 0,1 Prozent im Minus auf 5712 Punkten.Am Morgen hatten die im August unerwartet gefallenen Daten über die deutschen Exporte dem Handel bereits einen leichten Dämpfer verpasst. Aktien von Salzgitter und des Kaliherstellers K+S gaben stärker nach, während Titel der Deutschen Börse an ihre Kurserholung vom Vortag anknüpften. Gefragt in der zweiten Reihe war der Modekonzern Hugo Boss. BNP Paribas hatte die Aktie auf "Überdurchschnittlich" hochgestuft. Auch die Titel von Stada setzten eine Kaufempfehlung von Merrill Lynch in Kursgewinne um.

          In London stieg der FTSE 100 um 0,1 Prozent auf 5162 Punkte. Der Handel in London war von Gewinnmitnahmen geprägt, die insbesondere den an den Vortagen gesuchten Minen- und Rohstoffsektor betrafen. In Zürich war der SMI bei 6292 Punkten um 0,2 Prozent leichter. Aktien der Julius Baer Group waren um ein Prozent fester und vergrößerten ihren Kursanstieg in den vergangenen vier Handelstagen auf rund 14 Prozent.

          Belastet von Rohstofftiteln sind die amerikanischen Börsen am Freitag zunächst mit leichten Abschlägen in den Handel gestartet, drehten dann aber ins Plus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg zum Handelsschluss um 0,8 Prozent auf 9865 Punkte. Der marktbreite S&P-500 legte 0,6 Prozent auf 1071 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 0,7 Prozent auf 2139 Punkte. Die größten Kursgewinner im Dow Jones waren die Aktien des Computerkonzerns IBM mit einem Kursaufschlag von rund 3 Prozent.

          An der New York Stock Exchange wechselten am Freitag rund 0,988 Milliarden Aktien den Besitzer. 1804 Werte legten zu, 1188 gaben nach und 105 blieben unverändert. Neue Hochs hatten 289 Titel, neue Tiefs vier. ham./Bloomberg/Reuters

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