https://www.faz.net/-gqe-a4z5l

Amerika vor der Wahl : Die Erfinder des Populismus

Bild: dpa

Farmer in Amerika gründeten vor 130 Jahren eine Protestpartei. Die Bewegung ist längst vergessen – und trotzdem ist ihr Name heute in aller Munde.

          4 Min.

          Der Populismus wird an einem Maitag des Jahres 1891 geboren. Ort des Geschehens ist der Mittlere Westen der Vereinigten Staaten. Genauer gesagt: die Bahnstrecke zwischen Kansas City und Topeka, der Hauptstadt des Bundesstaates Kansas. Im Zug sitzt eine Gruppe politischer Aktivisten, wütende Kleinbauern, die ihre Interessen von den beiden großen Parteien im Land nicht mehr vertreten sehen.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Gespräch dreht sich darum, dass ihrer neuen politischen Bewegung bisher ein zugkräftiger Name fehle. People’s Party (Volkspartei) nennen sie sich. Aber das klingt ihnen zu lahm. Ein neuer Name soll her. Einer der Mitreisenden ist des Lateinischen mächtig – und hat einen Geistesblitz: „Populist Party“, abgeleitet von populus, das Volk, schlägt er vor. Die Mitreisenden stimmen sofort zu. Am 28. Mai 1891 taucht die Bezeichnung „Populisten“ zum ersten Mal auch in den Zeitungen auf.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Das Wahlplakat der Grünen

          #Allesistdrin : Die schöne Welt mit Lastenrad

          Ein Wahlplakat der Grünen zeigt eine vierköpfige Familie, die mit einem Lastenfahrrad durchs Grüne fährt. Und es zeigt ein Problem, das die Partei in ihrer Ansprache hat.