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Amerikas Handel : Höchstes Leistungsbilanzdefizit seit neun Jahren

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Drei für Trump: Finanzminister Mnuchin, Handelsminister Ross und der Handelsbeauftragte Lighthizer (v. l. n. r.) Bild: EPA

Donald Trump ist der Handel der Vereinigten Staaten mit dem Ausland ein Dorn im Auge, so wie er ist. Ausgerechnet unter seiner Präsidentschaft wird ein von ihm viel beachtetes Defizit ständig größer bislang.

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          Das außenwirtschaftliche Defizit der Vereinigten Staaten ist im vierten Quartal 2017 auf den höchsten Stand seit neun Jahren gestiegen. Nach Angaben des Handelsministeriums vom Mittwoch betrug das Minus in der so genannten Leistungsbilanz 128,2 Milliarden Dollar (104,4 Milliarden Euro). Das ist das größte Defizit seit dem vierten Quartal 2008. Im dritten Quartal war das Minus mit 101,5 Milliarden Dollar noch deutlich geringer ausgefallen.

          Für das Gesamtjahr 2017 ergibt sich ein Leistungsbilanzdefizit von 466,2 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr weitete sich das Defizit um 14,5 Milliarden Dollar aus.

          Die Leistungsbilanz umfasst einen Großteil des Austauschs einer Volkswirtschaft mit dem Ausland, darunter den Waren- und Dienstleistungsverkehr. Das Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten existiert schon Jahrzehnte. Dies will die Regierung unter Präsident Donald Trump ändern, weil sie der Meinung ist, das Minus stehe stellvertretend für eine unfaire Behandlung der Vereinigten Staaten durch das Ausland. Die meisten Ökonomen teilen diese Sichtweise nicht.

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