https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/amazon-spendet-einnahmen-aus-pegida-hymne-an-fluechtlingshilfe-13991966.html

„Gemeinsam sind wir stark“ : Amazon spendet Einnahmen aus Pegida-Hymne

  • Aktualisiert am

Pegida-Kundgebung in Dresden Bild: dpa

Der Online-Händler dreht den Spieß um: Jeder Pegida-Anhänger, der bei Amazon die islamfeindliche Hymne „Gemeinsam sind wir stark“ kauft, unterstützt Flüchtlinge.

          1 Min.

          Die Hymne der Pegida-Anhänger, die seit einigen Tagen im Netz erhältlich ist, hat bereits für Spott gesorgt. Nun provoziert der Online-Händler Amazon, der das Lied unter anderem vertreibt, eine neue Reaktion im Netz. Unter dem Motto „Amazon hilft“ macht der Online-Händler auf der Produktseite des Liedes darauf aufmerksam, dass die Erlöse von Amazon aus dem Verkauf des Songs an eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Flüchtlingen gehen.

          Das ist ganz sicher nicht im Sinn der Pegida-Organisatoren - sorgt im Netz aber für Freude. Denn Amazon nimmt die Ansage des islamfeindlichen Bündnisses, dass die 1,29 Euro pro Lied „für einen guten Zweck“ verwendet würden, schlicht wörtlich.

          Zuvor war das Unternehmen ebenfalls auf Twitter und Facebook harsch kritisiert worden. Nachdem Amazon zuletzt mit einem schlechten Ruf zu kämpfen hatte und vor allem aufgrund der Arbeitsbedingungen von Kritikern angegangen worden war, sorgte der Verkauf der Pegida-Hymne für Aufregung.

          Weitere Themen

          EU geht gegen China vor

          Handelspolitik : EU geht gegen China vor

          Europäische Unternehmen haben im EU-Binnenmarkt oft keine Chance bei Übernahmen oder öffentlichen Aufträgen mit der Konkurrenz aus China mithalten zu können, weil die Hilfen vom chinesischen Staat erhalten. Ein neues EU-Gesetz soll solchen Wettbewerbsverzerrungen nun einen Riegel vorschieben.

          Topmeldungen

          Das Kapitol in Washington, vom Supreme Court aus gesehen

          Urteil des Obersten Gerichts : Amerikas Klima-Versager

          Der Supreme Court macht deutlich: Klimapolitik ohne Kongress geht nicht. Seine Entscheidung ist nachvollziehbar – was allerdings nicht tröstet.
          Hat Corona – und hat recht: Hubert Aiwanger

          Fraktur : Ausgerechnet Aiwanger!

          Ist es besser, Corona vom bayerischen Wirtschaftsminister zu bekommen als von Martin Semmelrogge? Oder ist schon die Frage ungehörig?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.