https://www.faz.net/-gqe-962ii

Jeff Bezos : Amazon-Gründer spendet Millionen für Migranten-Kinder

Jeff Bezos ist mittlerweile der reichste Mann der Welt. Bild: AP

Jeff Bezos und seine Frau bezahlen für 1000 „Dreamer“ das Studium in Amerika. Der Amazon-Gründer positioniert sich damit in einer der brisantesten Einwanderungsdebatten Amerika - gegen Präsident Trump.

          Der Gründer und Vorstandsvorsitzende des Online-Händlers Amazon schaltet sich mit einer Millionen-Spende in eine hochbrisante Einwanderungsdebatte ein, die derzeit in den Vereinigten Staaten geführt wird. Es geht dabei um die sogenannten „Dreamer“, jene ungefähr 800.000 jungen Ausländer ohne Aufenthaltsrecht, die meist im Kindesalter nach Amerika gekommen sind.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Deren Zukunft ist ungewiss, seit Präsident Donald Trump im September angekündigt hat, das Programm beenden zu wollen, das sie vor der Abschiebung bewahrt. Jeff Bezos und seine Frau MacKenzie Bezos wollen 33 Millionen Dollar an die Organisation „TheDream.US“ spenden, die versucht, dieser Gruppe von Ausländern eine Ausbildung zu ermöglichen. Das Geld von Bezos soll in Stipendien für insgesamt 1000 Dreamer fließen und ihnen bei der Finanzierung eines Studiums helfen.

          Der Amazon-Gründer sagte, die Spende sei von seinem Vater inspiriert, der einst aus Kuba nach Amerika kam. „Mein Vater kam in die Vereinigten Staaten als er 16 Jahre alt war (...). Er landete in diesem Land alleine und unfähig, Englisch zu sprechen. Mit viel Bestimmtheit und der Hilfe bemerkenswerter Organisationen in Delaware wurde er ein herausragender Bürger (...). MacKenzie und ich sind geehrt, den heutigen Dreamern helfen zu können, in dem wir diese Studien finanzieren“, teilte er mit.

          TheDream.US ist übrigens auch schon von anderen Wirtschaftsgrößen unterstützt worden, zum Beispiel den wohltätigen Organisationen des Facebook-Vorstandsvorsitzenden Mark Zuckerberg und seiner Frau Priscilla Chan sowie des Microsoft-Mitgründers Bill Gates und seiner Frau Melinda Gates. Bezos hat Gates erst kürzlich als reichster Mensch der Welt abgelöst.

          Er ist bislang aber viel weniger mit karitativem Engagement aufgefallen als Gates oder Zuckerberg. Bezos ist wie kaum jemand sonst aus der Technologiebranche von Trump attackiert worden, was damit zu tun haben könnte, dass er nicht nur Amazon-Chef ist, sondern auch Inhaber der „Washington Post“, die oft sehr kritisch über den Präsidenten schreibt. Trump hat Bezos zum Beispiel unterstellt, er nutze die Zeitung, um sich Einfluss in der Politik zu verschaffen und damit die Steuerlast von Amazon niedrig zu halten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wölfe treibt vor allem eines an: Hunger. Und hier beginnt der Ärger. Denn was dürfen Wölfe fressen?

          Artgerechtigkeit : Was dürfen Wölfe fressen?

          Schafe und Wölfe sollen jetzt gleichermaßen durch Zäune geschützt werden. Doch das wird den Streit über die fleischfressenden Einwanderer wohl auch nicht beenden. Über die Lebenserwartung von Wölfen kann ein Kuchen entscheiden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.