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Nach Senkung 2022 : Altmaier will EEG-Umlage so schnell wie möglich abschaffen

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Wirtschaftsminister Peter Altmaier Bild: Imago

Der Wirtschaftsminister warnte am Freitag: Die gesunkene EEG-Umlage dürfe nicht als Einmaleffekt verpuffen – auch wenn sie eine „gute und wichtige Nachricht“ sei.

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          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms so schnell wie möglich komplett abzuschaffen – um Stromkunden zu entlasten. „Die gesunkene EEG-Umlage 2022 darf nicht als Einmaleffekt verpuffen“, erklärte Altmaier am Freitag in Berlin.

          Die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms sinkt 2022 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Die Erneuerbaren Energien würden gegenüber fossilen Energieträgern immer wettbewerbsfähiger, so Altmaier: „Gerade in Zeiten, in denen die Weltmarktpreise von Gas, Öl, Kohle steigen, ist die stark gesunkene EEG-Umlage eine gute und wichtige Nachricht für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland wie auch für die Wirtschaft, vor allem den Mittelstand." Altmaier weiter: „Ich sage aber deutlich: Auf diesem Niveau dürfen wir mit der EEG-Umlage nicht stehenbleiben."

          Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) nannte die Senkung der EEG-Umlage eine „sehr gute Nachricht“ für die Umwelt, aber auch für Verbraucherinnen und Verbraucher. „Es ist in Zeiten steigender Preise für Kohle, Öl und Gas ein Glücksfall für Deutschland, dass wir die erneuerbaren Energien haben. Wind- und Sonnenkraft sind längst keine Preistreiber mehr, sondern Preisbremser." Der beherzte Ausbau von Wind- und Solaranlagen sei daher auch der beste Schutz vor dem Auf und Ab an den fossilen Weltmärkten. „Mit der deutlichen Absenkung der EEG-Umlage kann es gelingen, dass bei uns in Deutschland anders als in vielen anderen Ländern Europas die Strompreise im Winter nicht steigen, sondern stabil bleiben“, so Schulze: „Auf unserem Weg hin zur kompletten Abschaffung der EEG-Umlage auf den Strompreis sind wir heute einen großen Schritt vorangekommen."

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