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Bundeswirtschaftsminister : Wie Altmaier den Mittelstand stärken will

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigte in Hannover seine neue Strategie zur Stärkung mittelständischer Unternehmen an. Bild: EPA

Die lang erwartete Strategie des Wirtschaftsministers soll den Mittelstand reformieren. Altmaier winkt mit finanzieller Entlastung für Unternehmen und will deren Wettbewerbsfähigkeit stärken.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Bedeutung des Mittelstands hervorgehoben und will Unternehmen massiv entlasten. Der CDU-Politiker legte am Donnerstag in Hannover Eckpunkte einer Mittelstandsstrategie vor. Der Mittelstand sei weit mehr als nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern ein „zentraler Faktor des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ in Deutschland, sagte der Minister.

          Altmaier sagte, er wolle eine neue Dynamik und neuen Optimismus beim Mittelstand schaffen. In der Strategie geht es um Wertschätzung für die Firmen sowie um Vorschläge, wie die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben können. Mit dem Mittelstand gemeint sind vor allem inhabergeführte Unternehmen. Viele von ihnen sind groß und Weltmarktführer in ihrer Branche.

          Mittelstand vom Soli befreien

          Der Minister bekräftigte Forderungen nach weniger Bürokratie, flexibleren Arbeitszeiten, einer vollständigen Soli-Abschaffung sowie einer umfassenden Unternehmensteuerreform. Altmaier kritisierte SPD-Pläne für eine Vermögensteuer. Diese hätten zu einer Verunsicherung bei Unternehmen geführt.

          Wirtschaftsverbände hatten seine Politik wiederholt schwer kritisiert. Vor allem bemängelten sie, dass der Mittelstand in einer im Februar vorgelegter Industriestrategie kaum eine Rolle spielte. Altmaier hatte sich außerdem dafür ausgesprochen, notfalls mit staatlicher Hilfe Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern und angesichts der zunehmenden Konkurrenz auf Weltmärkten gerade aus China mehr „nationale Champions“ zu schaffen. Auch dies war auf Kritik gestoßen.

          Altmaier ist von Donnerstag bis Samstag auf einer „Mittelstandsreise“. Er will in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt Familienunternehmen, Handwerksbetriebe und Weltmarktführer im ländlichen Raum besuchen.

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