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Allianz-Vorstand Daniel Bahr : Fitness-Armbänder haben in der Krankenversicherung nichts verloren

  • -Aktualisiert am

Der ehemalige Gesundheitsminister Daniel Bahr Bild: Marcus Kaufhold

Eine Krankenversicherung davon abhängig machen, ob jemand sich fit hält? Ist das ethisch ok? Und ist das erlaubt? Der Allianz-Vorstand und frühere Gesundheitsminister Daniel Bahr hat sich in der F.A.S. dazu geäußert.

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          Die Allianz-Versicherung spricht sich strikt gegen den Einsatz von Fitness-Armbändern für Bonusprogramme aus. „Eine Krankenversicherung darf den Tarif nicht vom persönlichen Verhalten abhängig machen. Das ist in Deutschland nicht erlaubt, und auch nicht richtig“, sagt Daniel Bahr, Vorstand der privaten Krankenversicherung Allianz, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Wir werden so etwas nicht tun.“ 

          Georg Meck
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der ehemalige Gesundheitsminister erinnert an das Prinzip der Krankversicherung: „Das Risiko wird einmal eingeschätzt, beim Beitritt des Mitglieds, und dann nicht mehr verändert.“ Konkurrent Generali hatte angekündigt, den Tarif günstiger zu machen für Kunden, die mit dem Fitnessband ein sportliches Leben nachweisen. Das geißelt Bahr als einen „verunglückten Marketing-Gag“. Er finde Fitnessbänder „super, für mich persönlich als Marathonläufer, aber nicht als Versicherungsmanager.“

          Minister-Leben: „Ich war froh, als das vorbei war“

          Um die Kunden zu einem gesundheitsbewussten Verhalten zu motivieren, hat die Allianz den Triathlon-Star Jan Frodeno verpflichtet. „Er ist unser Gesicht für das Thema Fitness“, sagte Bahr. Im Moment arbeite der Konzern an einem Internetauftritt, wo der Sportler Tipps für Bewegung und Ernährung gibt.

          Der ehemalige FDP-Politiker Bahr ist seit Anfang des Jahres Vorstand der Allianz-Krankenversicherung. Das Minister-Brimborium, die Limousinen mit Blaulicht und die Bodyguards vermisse er nicht, sagte er der F.A.S., ganz im Gegenteil: „Ich war froh, als das vorbei war. Heute jogge ich morgens alleine ins Büro und fahre mit der U-Bahn zurück.“  Das Kapitel Politik sei für ihn vorbei, sagte Bahr, ohne dass er eine Rückkehr komplett ausschließt: „Ich fühle mich immer noch jung, und wer weiß, was in 20 Jahren ist.“

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