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Allianz-Chef : Oliver Bäte verdient mehr als 10 Millionen Euro

Allianz-Chef Oliver Bäte Bild: dpa

Der Chef des Dax-Konzerns Allianz, Oliver Bäte, steigt in den Kreis der am besten verdienenden Vorstandsvorsitzenden auf.

          Die Allianz ist eine solide Gewinnmaschine. Der operative Gewinn betrug im vergangenen Jahr 11,5 Milliarden Euro, ein neuer Rekord in der 129 Jahre währenden Geschichte des Münchner Versicherers. Vorstandschef Oliver Bäte zeigte sich vor drei Wochen zur Bilanzvorlage sehr zufrieden: „Wir haben den höchsten Jahresüberschuss der letzten zehn Jahre erzielt, trotz eines sehr volatilen Marktumfelds besonders im vierten Quartal.“

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Bäte selbst verdient an dem Erfolg ebenfalls prächtig, wie dem am Freitag vorgelegten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Dank eines Millionen-Bonus kommt der 54 Jahre alte Manager auf ein Salär von 10,33 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Der Grund: Bei der Allianz wurden Ende 2018 die variablen Vergütungen fällig, die sich auf die Erfolge der vorangegangenen drei Jahre beziehen.

          Bäte wurde dabei ein Bonus von 4,83 Millionen Euro zugesprochen. Dabei legte das Aufsichtsgremium um Bätes Amtsvorgänger Michael Diekmann gegenüber der ursprünglichen Zusage 10 Prozent für alle Allianz-Vorstände drauf, um „die nachhaltige Teamleistung des Vorstands“ zu belohnen, wie es im Geschäftsbericht heißt.

          Mit seiner Vergütung gehört Bäte in den Kreis der am besten verdienenden Vorstandsvorsitzenden der Dax-Konzerne. Dem Spitzenreiter des Vorjahres, SAP-Chef Bill McDermott, sind dieses Mal weniger als 10 Millionen Euro zugeflossen.

          Bei der Allianz verdienen im Übrigen auch die Anteilseigner dieses Mal mehr denn je: Das Unternehmen erhöht die Dividende um 12,5 Prozent auf 9 Euro je Aktie. Und ein weiterer Teil des Gewinns fließt in ein Rückkaufprogramm für die eigenen Aktien, das eine Höhe von bis zu 1,5 Milliarden Euro hat. So soll es auch weitergehen. Bäte hat jedenfalls die Gewinnprognose um eine halbe Milliarde Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht.

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