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Pharmakonzern : Patent-Geschäft mit Indianer-Stamm stößt auf Kritik

  • Aktualisiert am

Allergan ist der Original-Hersteller von Botox Bild: Reuters

Der Pharmakonzern Allergan hat Patente für ein Medikament einem amerikanischen Indianer-Stamm übertragen. Kritiker klagen, das Unternehmen wolle sich so nur gegen Patentklagen schützen.

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          Ein Abgeordneter im amerikanischen Senat hat eine Patentvereinbarung des amerikanischen Pharmakonzerns Allergan mit einem Indianer-Stamm scharf kritisiert. Dieses Abkommen zocke Verbraucher ab und dürfe nicht „das neue Normale werden“, sagte Sherrod Brown, Senator der Demokraten aus Ohio. Er kündigte an, nach Möglichkeiten zu suchen, wie der Kongress Schlupflöcher stopfen könne, die Pharmafirmen ausnutzten, um Wettbewerb zu verhindern. Allergan erklärte, es sei Kontakt mit dem Büro Browns aufgenommen worden, um die Hintergründe des Vertrags mit den Saint-Regis-Mohawks zu erläutern.

          Allergan erklärte am 8. September, dass Patente in Zusammenhang mit seinem Augenmedikament Restasis an den Stamm übertragen würden. Zugleich sei gegen laufende Bezahlung eine exklusive Lizenz für Allergan vereinbart worden.

          Senator Sherrod Brown

          Die im amerikanischen Recht verankerte hohe juristische Autonomie des Stamms bedeute, dass die Patente nicht von einem zuständigen Sondergericht für ungültig erklärt werden können. Pharmakonzerne schützen ihre Produkte üblicherweise mit mehreren Patenten. Generikafirmen können erst dann billigere Nachahmerprodukte herstellen, wenn die Patente auslaufen. Um diese Zeit zu verkürzen, werden viele Patente gerichtlich infrage gestellt.

          Sollte die Strategie von Allergan auch von anderen Pharmakonzernen genutzt werden, könnte diese Möglichkeit für Generikahersteller nach Einschätzung von Rechtsexperten erschwert werden. Pharmakonzerne hätten in diesem Fall es leichter, ihre Monopolstellung bei den Medikamenten zu verteidigen.

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