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Hauptstadtflughafen : Massenbach wird neue BER-Chefin

  • Aktualisiert am

Aletta von Massenbach Bild: dpa

Im Herbst ist der BER tatsächlich noch ans Netz gegangen, der Chef will sich in Kürze zur Ruhe setzen. Nun ist eine Nachfolgerin gefunden. Das größte Problem des Flughafens kennt sie nur zu gut.

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          Die Finanzgeschäftsführerin der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, Aletta von Massenbach, wird neue Chefin des Unternehmens. Der Aufsichtsrat berief sie am Donnerstag zum 1. Oktober zur Nachfolgerin von Engelbert Lütke Daldrup, der in den Ruhestand geht. „Den BER aus der finanziellen Krise herauszuführen und zu einem erfolgreichen Flughafen für Berlin und Brandenburg zu machen, ist eine besondere Herausforderung, aber auch eine große Chance“, teilte von Massenbach mit.

          Sie war vor einem Jahr zum BER gekommen. Davor war die studierte Juristin lange Jahre für den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im internationalen Geschäft unterwegs. Die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft hat große finanzielle Probleme wegen der hohen Baukosten für den BER und des Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Krise.

          „Frau von Massenbach mit ihrem breiten Erfahrungshorizont in der Flughafenbranche garantiert Stabilität und Zukunftsorientierung zugleich“, sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider. Sie sei die Richtige, um den BER aus der Krise zu führen.

          Engelbert Lütke Daldrup
          Engelbert Lütke Daldrup : Bild: dpa

          Lütke Daldrup geht auf eigenen Wunsch im September nach viereinhalb Jahren am BER in den Ruhestand. Unter seiner Leitung war im Oktober der neue Hauptstadtflughafen nach jahrelanger Verzögerung eröffnet worden - mitten in der Pandemie. Einen Volllastbetrieb hat der neue Flughafen noch nicht erlebt.

          Noch im Jahr 2019 waren fast 36 Millionen Menschen über die damaligen Berliner Flughäfen Tegel und Schönfeld gereist, so viele wie nie. Im vergangenen Jahr war es nur noch ein Viertel davon. Weil deshalb auch der Wert der neuen Flughafengebäude nach unten korrigiert werden musste, machte das Staatsunternehmen 2020 gut eine Milliarde Euro Verlust.

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