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Aktionärsmacht : Auf eigene Rechnung

  • -Aktualisiert am

Aktionäre bekommen mehr Macht und können per Veto die Vorstandsvergütung ablehnen. Sie sind nun aber auch selbst Schuld, wenn sie unzufrieden mit den Chefgehältern sind.

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          Die Aktionäre bekommen mehr Macht, ohne dass der Aufsichtsrat entmachtet wird. Was wie eine Quadratur des Kreises anmutet, könnte wirklich klappen. Die Unterhändler der Koalition haben sich auf ein Modell verständigt, das den Anteilseignern das letzte Wort über die Bezüge ihrer Manager zuspricht. Das Recht, konkrete Vorschläge zu entwickeln, bleibt dagegen beim Kontrollgremium. So werden die Aufseher nicht aus der gesetzlichen Pflicht entlassen, ihren Vorständen keine unangemessen hohe Bezüge zuzubilligen.

          Da nur über das Gesamtsystem abgestimmt wird, behalten sie außerdem den nötigen Spielraum, um Leistungsträger in der Führungsspitze zu belohnen und „Underperformer“ abzustrafen. Auch die Manövrierfähigkeit des Unternehmens bleibt jederzeit erhalten, weil selbst bei der Ablehnung eines Vergütungsmodells durch die Hauptversammlung kein rechtliches Vakuum entsteht.

          Die Eigentümer hingegen bekommen ein Vetorecht, weil sie es sind, die die Zeche zahlen müssen. Wenn sie dennoch mehrheitlich beschließen, die Spendierhosen anzuziehen, haben sie eben selbst Schuld: Dann tun sie dies auf eigene Rechnung und schmälern ihre Dividenden.

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