https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/aktien-fuer-s-alter-ex-ifo-chef-lobt-friedrich-merz-vorschlag-15921939.html

Aktiensparen fürs Alter : Hans-Werner Sinn lobt Friedrich Merz

  • Aktualisiert am

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz Bild: EPA

Der frühere Ifo-Chef findet die Idee „richtig und wichtig“, Steuerzahler zu entlasten, die mit Aktien für das Alter vorsorgen. Andere deutsche Ökonomen reagieren zurückhaltender.

          1 Min.

          Der Vorschlag des CDU-Vorsitzkandidaten Friedrich Merz für Steuerfreiheit für den Aktienkauf als Form der Altersvorsorge ist unter  Volkswirten auf gemischte Reaktionen gestoßen. Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Michael Hüther, lehnte ihn ab. „Keine neue Förderung, sondern bestehende Systeme überprüfen“, sagte Hüther der „Rhein-Neckar-Zeitung“ und fügte hinzu: „Es gibt grundsätzlich keinen Grund, bestimmte Anlageformen – wie Aktien oder Renten – steuerlich für die Altersvorsorge zu begünstigen.“

          Mit den sogenannten Riester- und Rürup-Renten gebe es bereits eine steuerliche Förderung, die aus verschiedenen Gründen auch kritisiert werde. Es müsse gefragt werden, ob durch bestehende Regelungen bestimmte Anlageformen diskriminiert würden. Die an der Universität in Bonn lehrende „Wirtschaftsweise“ Isabel Schnabel sagte der „Welt“, eine gezielte Begünstigung spezieller Anlageformen halte sie für „problematisch“. „Besser wäre es, bestehende steuerliche Verzerrungen abzubauen.“

          Der Leiter des Münchner Ifo-Institutes, Clemens Fuest, sagte, es sei richtig dafür zu werben, „dass die Menschen in Deutschland mehr und intelligenter, also unter Einbeziehung von Aktien, für den Ruhestand sparen“. Einzelmaßnahmen wie ein Freibetrag seien aber „nicht zielführend“. Fuests Vorgänger Hans-Werner Sinn wiederum bezeichnete Merz’ Vorschlag dagegen als „richtige und wichtige Idee“.

          Merz hatte sich am Wochenende in einem Interview für steuerliche Anreize für Aktienkäufe zur Alterssicherung ausgesprochen. So warb er für einen „jährlichen Freibetrag, unter dem man einen auf Aktien basierten Spar- oder Vorsorgeplan aufbaut“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          An der Seite der Grünen: Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit den Spitzenkandidatinnen der Grünen Monika Heinold (l.) und Aminata Touré (m.)

          Dammbruch der CDU in Kiel : Lieber die Grünen als die FDP

          Dass sich Daniel Günther für die Grünen entscheidet, hat nicht nur mit Pragmatismus zu tun. Es ist eine Richtungsentscheidung. Man kann auch sagen: Ein später Sieg Angela Merkels.
          Gerade im MINT-Bereich fehlt qualifiziertes Personal.

          Fachkräfte immer knapper : Die Personalnot kommt mit Wucht

          Ein geballter Alarmruf lässt aufhorchen: Der Mangel an Fachkräften verschärft sich drastisch, zeigen zwei neue Studien. Vor allem im MINT-Bereich fehlt Personal. Das bleibt für Unternehmen und Politik nicht ohne Folgen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Kapitalanalge
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Sprachkurse
          Lernen Sie Englisch
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Zertifikate
          Ihre Weiterbildung im Projektmanagement