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Weltraumtechnik : Airbus produziert Kleinsatelliten am Fließband

Zwei Mini-Satelliten von Airbus Bild: dpa

Die Herstellung von Mini-Satelliten ist neuerdings nicht mehr nur eine Handwerkskunst für Unikate – sie wird zur Fließbandproduktion.

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          Die Herstellung von Satelliten ist neuerdings nicht mehr nur eine Handwerkskunst für Unikate – sie wird zur Fließbandproduktion. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus will das seit dieser Woche in einem neuen Werk in Florida unter Beweis stellen. In der Nähe des Cape Canaveral arbeitet der Konzern den Großauftrag des Satellitenbetreibers OneWeb ab, der den Bau von 650 Kleinsatelliten bis Ende 2021 vorsieht. Täglich sollen zwei Stück der etwa kühlschrankgroßen Satelliten die Fabrik verlassen – eine Rekordzeit.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Vier Jahre nach Erhalt des Großauftrages hat Airbus in dieser Woche seinen neuen Produktionsstandort eingeweiht. Damit soll ein neuer Meilenstein unter der Überschrift „New Space“ gesetzt werden. Der Ausdruck meint die Nutzung Tausender von Kleinsatelliten, die für den Internetempfang auch in den entlegensten Winkeln der Erde sorgen und zudem die unzähligen Verbindungen des „Internets der Dinge“ ermöglichen sollen. Je Stück kosten die Satelliten in der Regel nur eine halbe Million Euro, und sie fliegen in der niedrigen Erdumlaufbahn zwischen 500 und 1200 Kilometer Höhe – ganz anders als die klassischen Telekom- und TV-Satelliten, die in der geostationären Umlaufbahn von 36 000 Kilometern Höhe plaziert sind und etwa fünfzigmal so viel kosten. Allerdings müssen die billigen Kleinsatelliten nach Expertenangaben auch etwa alle fünf Jahre ersetzt werden.

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