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Agrar-Fachmann Swinnen : „Ich sehe Parallelen mit dem Zusammenbruch des Ostblocks“

  • -Aktualisiert am

Während des Lockdowns zogen viele indische Arbeiter aus den Städten zurück in ihre Herkunftsdörfer. Bild: EPA

Die Folgen der Corona-Krise zeigen sich gerade auch in Entwicklungsländern. Drohen ihnen große Hungersnöte? Der Chef des Internationalen Forschungsinstituts für Ernährungspolitik erklärt, wie groß die Gefahr ist – und was hilft.

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          Herr Swinnen, das Welternährungsprogamm der Vereinten Nationen (WFP) warnt vor einer Hunger-Pandemie mit biblischen Ausmaßen. Wird es wirklich so schlimm?

          Unsere Modelle zeigen, dass durch die ökonomische Rezession und die Lockdowns ohne Interventionen 150 Millionen Menschen in extreme Armut fallen könnten. 80 Millionen in Afrika, 40 Millionen in Asien. Ich rede nicht von Armut, sondern extremer Armut, Armut betrifft viel mehr. Am meisten betroffen sind Städter, die körperlicher Arbeit nachgehen, nun aber ihre Jobs verlieren. Sie können sich weniger Essen leisten, sie hungern, und sie wechseln von Gemüse, Fleisch und Milch zu günstigen Kalorien.

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