https://www.faz.net/-gqe-7lc7r

Yahoo : Marissa Mayer feuert Spitzenmanager

  • -Aktualisiert am

Bild: AP

Nach nur 15 Monaten trennt sich Yahoo-Vorstandschefin Marissa Mayer wieder von ihrer Nummer zwei, Henrique de Castro. Die Abwerbung des Managers war eine ihrer ersten wichtigen Personalentscheidungen gewesen.

          Die Karriere von Henrique de Castro beim Internetkonzern Yahoo war so kurz wie lukrativ. Die Vorstandsvorsitzende Marissa Mayer hatte ihn vor 15 Monaten vom Konkurrenten Google abgeworben und ihm ein Aktienpaket im Wert von 38 Millionen Dollar verschafft. Jetzt verlässt de Castro das Unternehmen vorzeitig und darf seine Aktien behalten.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Gründe für die Trennung nannte Yahoo nicht. Nach amerikanischen Medienberichten wurde de Castro von Mayer gefeuert. In der Technologiebranche zirkulierten entsprechende Spekulationen schon seit einigen Monaten. De Castro war bei Yahoo unter anderem damit betraut, die Werbeeinnahmen zu steigern. Erst im Oktober musste das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognosen aber nochmals senken.

          Im vergangenen Jahr hatte sogar das soziale Netzwerk Facebook mehr Online-Werbung in den Vereinigten Staaten verkauft als Yahoo. Bis dahin war Yahoo die Nummer zwei gewesen – hinter Google, wo auch Mayer vor ihrem Wechsel Karriere gemacht hatte.

          Mayer war im Juli 2012 bei Yahoo angetreten. Einen Nachfolger für de Castro, der innerhalb des Unternehmens stark polarisiert haben soll, wird es nicht geben. Seine Aufgaben werden auf andere Manager verteilt. An der Wall Street reagierte der Aktienkurs von Yahoo auf die Entlassung im nachbörslichen Handel mit leichten Kursverlusten.

          Wall Street im Plus

          Damit tendierten die Aktien von Yahoo schlechter als die meisten anderen Technologietitel. Tim Cook, der Vorstandschef des Elektronikkonzerns Apple, hatte am Mittwoch von einem Rekordabsatz von iPhones in China im vergangenen Quartal gesprochen. Der Aktienkurs von Apple kletterte daraufhin um 2 Prozent. Der technologielastige Composite-Index der elektronischen Börse Nasdaq legte am Mittwoch um 0,8 Prozent zu und beendete den Handel auf 4215 Punkten, dem höchsten Stand seit mehr als 13 Jahren.

          Der breitgefasste Aktienindex S&P 500 gewann 0,5 Prozent und schloss mit einem neuen Rekordstand von 1848 Punkten. Neben Technologieaktien wurden die amerikanischen Aktienmärkte auch von Finanztiteln beflügelt, die positiv auf ein robustes Quartalsergebnis der Bank of America reagierten. Der Aktienkurs des zweitgrößten amerikanischen Kreditinstituts stieg um 2,3 Prozent. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 16.482 Zählern.

          Weitere Themen

          60 Satelliten auf einmal ins All Video-Seite öffnen

          Internet 2.0 von SpaceX : 60 Satelliten auf einmal ins All

          Die erdnahen Trabanten stellen die erste Stufe eines geplanten Netzwerks des Internetdiensts Starlink dar, das Hochgeschwindigkeits-Internet für zahlende Kunden auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen soll. Starlink ist ein Projekt des Unternehmers Elon Musk.

          Topmeldungen

          Streit um Grenzmauer : Trump diffamiert Richter

          Präsident Donald Trump ärgert sich, weil ein Bundesrichter einen Teil der Mittel für Grenzanlagen blockiert hat. Der Richter sei ein „Aktivist“. Trump hat mittlerweile mit sieben Klagen gegen seine Mauer zu Mexiko zu kämpfen.

          DFB-Pokalsieg der Bayern : Lewandowski und seine ganz besondere Show

          Er trifft nicht in entscheidenden Spielen? In den Finals um den DFB-Pokal beweist Robert Lewandowski das Gegenteil. Beim 3:0-Sieg über Leipzig ragt der Stürmer heraus – und stellt mit einem Weltklasse-Tor einen Rekord auf.
          Wahlkampfhilfe aus Thüringen: Ministerpräsident Bodo Ramelow greift Kristina Vogt, Spitzenkandidatin der Linken in Bremen, bei einem Wahlkampftermin im kleinen Stadtstaat unter die Arme.

          Die Linke in Bremen : Fundamentalopposition war einmal

          In Bremen wird gewählt, und die Linkspartei könnte hier erstmals im Westen an einer Regierung beteiligt werden. Dafür gibt sich die Partei staatstragend – doch wie hält sie es mit der Haushaltskonsolidierung in der verschuldeten Hansestadt?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.