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Wokarate : Wirtin schlägt Räuber mit Wok in die Flucht

  • Aktualisiert am

Eignet sich nicht nur zum Kochen Bild: Jan van der Crabben/Gemeinfrei

„Kohle her“ waren die Worte, die der Möchtegernräuber in Kassel sprach, bevor die Imbissbetreiberin ihn mit dem Wok aus der Bude prügelte.

          1 Min.

          Mit einem Wok hat die Wirtin eines Asia-Imbisses im Philippinenhöfer Weg in
          Kassel auf einen Räuber eingedroschen und ihn so in die Flucht
          geschlagen. Mit den Worten „Kohle her“ hatte der 36 Jahre alte Kasseler die Wirtin aufgefordert, ihm Bargeld auszuhändigen. Dabei hielt er seine rechte Hand in der rechten Jackentasche und deutete damit an, eine Schusswaffe auf sie zu richten.

          Die 48 Jahre alte Frau und der hinzukommende Ehemann wichen in die Küche zurück. Dabei griff sich die resolute Frau einen Wok, mit dem sie dann den Räuber angriff. Mit Schlägen auf die vermeintliche Waffenhand in der Jackentasche und auf die Schulter trieb sie den Mann schließlich in die Flucht. Da sich die couragierte Frau auch noch vergewissert hatte, in welcher Richtung der Täter geflohen war und was er genau an hatte, konnte sie der Polizei über Notruf wichtige Tipps geben, die auch schon nach ein paar Minuten zum Erfolg führten.

          Keine Waffe dabei, Mini-Schirm in der Tasche

          Der Täter konnte wenig später durch die Besatzung eines zivilen Polizeifahrzeugs des Polizeireviers Nord in der Gahrenbergstraße gestellt und vorläufig festgenommen werden. Der mit über zwei Promille stark alkoholisierte Tatverdächtige wurde eindeutig identifiziert und gestand schließlich auch gegenüber den Beamten des Kriminaldauerdienstes der Kasseler Kripo den Überfall.

          Nach seiner Ausnüchterung im Polizeigewahrsam wurde er am Mittwochvormittag von den Beamten des für Raubdelikte zuständigen Kommissariats 35 verantwortlich zur Sache vernommen. Auch hier bestätigte der drogenabhängige Mann seine Angaben der vergangenen Nacht.

          Bei dem Überfall hatte der Täter keine Waffe dabei. Bei ihm wurde ein „Knirps“ gefunden, den er offenbar in der rechten Jackentasche zur Andeutung einer Schusswaffe auf das Wirtspaar gerichtet hatte. Der 36 Jahre alte Kasseler ist bereits mehrfach mit Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten. Nach Angaben in seiner Vernehmung verbrachte er wegen Diebstahlsdelikten bereits vier Jahre in Gefängnissen. Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft soll der geständige Tatverdächtige heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

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