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Weitere Nachrichten : Verizon will Vodafone aus Mobilfunksparte herauskaufen

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Bald wieder frei Bild: REUTERS

Die brasilianische Notenbank hebt zum vierten Mal die Zinsen an, weil die Inflation nicht zurückgehen will. Die EZB verordnet sich eine Frauenquote.

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          Auf dem amerikanischen Telekommunikationsmarkt zeichnet sich ein riesiges Geschäft ab. Die zweitgrößte Telefongesellschaft des Landes, Verizon, will Kreisen zufolge die Mobilfunksparte Verizon Wireless komplett übernehmen. Für den 45-prozentigen Anteil des britischen Telekommunikationskonzerns Vodafone bietet Verizon rund 130 Milliarden Dollar, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und das „Wall Street Journal“ am Donnerstag unter Berufung auf Finanzkreise berichteten. Das Geschäft könnte schon am Montag offiziell verkündet werden.

          Seit mehr als einem Jahrzehnt betreiben Verizon und Vodafone gemeinsam das erfolgreiche Mobilfunkunternehmen. Im Gegenzug für die geplante Komplettübernahme werde Verizon umgekehrt Vodafone seinen 23-prozentigen Anteil an Vodafone Italia im Wert von rund 4 Milliarden Euro zurückgeben, hieß es laut den Insidern. Seit Jahren versuchten die beiden Konzerne ihr Verhältnis zu klären. Auch ein vollständiger Zusammenschluss sei schon diskutiert worden. (dpa-AFX)

          Brasiliens Notenbank hebt Zinsen zum vierten Mal an

          Die brasilianische Zentralbank stemmt sich in einer schwierigen Situation gegen die Inflation. Die Notenbanker erhöhten den Leitzins Selic um 50 Basispunkte auf 9,0 Prozent. Das ist bereits die vierte Straffung der Geldpolitik seit April. Die Währungshüter des Schwellenlandes steckten bei ihren Beratungen in einem Dilemma, das ihnen die Entscheidung nicht einfach gemacht haben dürfte.

          Die Zeiten des boomenden Wachstums sind zwar vorerst vorbei, dennoch hält sich die Inflation hartnäckig. Im August lag die Teuerung bei 6,15 Prozent und damit am oberen Ende des Toleranzbereiches der Regierung von 6,5 Prozent. Unsere Entscheidung „wird die Inflation auf einen Abwärtskurs führen und sicherstellen, dass dieser Trend auch im nächsten Jahr anhält“, begründete die Notenbank die Zinserhöhung.

          Die Konjunktur könnte aber eigentlich niedrigere Zinsen gut vertragen. Mit einer anvisierten Steigerung der Wirtschaftsleistung von 2,5 Prozent im laufenden Jahr wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel. Immerhin kann damit das enttäuschende vergangene Jahr abgehakt werden, als nur ein mageres Plus von 0,9 Prozent erreicht wurde.

          Problematisch für Brasilien ist auch die von der amerikanischen Notenbank signalisierte Drosselung ihrer expansiven Geldpolitik. Seitdem ziehen viele Investoren Geld aus dem größten Land Südamerikas ab. Seit den ersten Hinweisen im Mai hat der Real 15 Prozent zum Dollar verloren.

          EZB führt Frauenquote ein

          Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Einführung einer Frauenquote beschlossen. So soll der Anteil von Frauen in Spitzenpositionen bei der Notenbank verdoppelt werden. „Wir wollen bis Ende 2019 im mittleren Management 35 Prozent und im oberen Management 28 Prozent qualifizierte Frauen haben“, sagte EZB-Direktor Jörg Asmussen der Süddeutschen Zeitung. Das EZB-Direktorium hat dazu einen entsprechenden Beschluss gefasst. Derzeit liegt der Anteil von Frauen auf diesen Führungsebenen der Notenbank bei 17 Prozent und 14 Prozent. Die Umsetzung des ambitionierten Ziels erfordere ein Umdenken bei den Führungskräften der Notenbank, sagte Asmussen: „Entscheidend für den Erfolg ist ein Mentalitätswandel der heutigen Führungspersonen in der EZB.“

          Woran das EZB- Direktorium mit seiner Frauenquote nichts ändern kann, ist die Zusammensetzung der allerobersten Etage: Denn für der Ernennung der EZB-Direktoren und der nationalen Notenbankchefs im EZB-Rat ist die Politik zuständig. Die Mitgliedsstaaten der Eurozone schlagen Kandidaten für das Direktorium vor, das EU-Parlament muss zustimmen. (Reuters)

          Fielmann wagt immer noch keine Jahresprognose

          Das Wachstum der Optikerkette Fielmann zahlt sich auch unterm Strich aus. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal um 5,6 Prozent auf 31,2 Millionen Euro. Nach einem schleppenden Start ins Jahr hatte das Hamburger Unternehmen von April bis Ende Juni 4 Prozent mehr Brillen als im Vorjahr verkauft und die Einnahmen um 5,2 Prozent erhöht. Einen konkreten Ausblick für das laufende Jahr traut sich Europas größter Optiker aber immer noch nicht zu.

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