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Weitere Nachrichten : Telekom plant zwei Zukäufe in Osteuropa

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die EU zeigt sich im Handelsstreit mit China verhandlungsbereit, eine weitere Fristverlängerung für Portugal gilt als möglich und Telefonica Deutschland ist gegen eine Fusion mit E-Plus.

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          Die Deutsche Telekom plant einem Pressebericht zufolge zwei Übernahmen in Osteuropa. Wie das „Wall Street Journal Europe“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtet, verhandeln die Bonner über den Kauf des Warschauer Breitbandanbieters GTS Central Europe. Für das Unternehmen mit Netzen in Polen, Ungarn, der Slokawei, in Tschechien und Rumänien sei ein Preis von 600 Millionen Euro im Gespräch. Derzeitige Eigentümer sind verschiedene Beteiligungsfirmen.

          Das zweite Objekt ist dem Bericht zufolge der ausstehende 40-Prozent-Anteil an T-Mobile Czech Republic, der dem Finanzinvestor Mid Europa Partners gehört. Dieser habe den Anteil kürzlich zum Verkauf gestellt. Ein Telekom-Sprecher wollte diese Informationen nicht kommentieren. (dpa-AFX)

          EU zeigt sich im Handelsstreit mit China verhandlungsbereit

          Im Handelsstreit mit China um Billig-Solarmodule hat die EU-Kommission ihre Verhandlungsbereitschaft unterstrichen. EU-Handelskommissar Karel De Gucht habe dies am Montag bei einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Handelsminister Zhong Shan klar gemacht, teilte De Guchts Sprecher in Brüssel mit. Die chinesische Seite habe keinen konkreten Vorschlag auf den Tisch gelegt, „was aber im jetzigen Stadium normal ist“. Die EU-Kommission will bis zum 5. Juni über mögliche Strafzölle auf chinesische Solarmodule entscheiden.

          De Gucht habe mit Zhong auch über den Druck gesprochen, den China auf eine Reihe von EU-Staaten ausübe, sagte der Kommissionssprecher. Die EU-Behörde sieht dies als Grund dafür, dass einige EU-Regierungen in dem Konflikt bremsen. Viele EU-Staaten, aber auch die Industrie, fürchten die negativen Folgen eines Handelskriegs mit China. Deutschland hatte sich in Brüssel gegen EU-Strafzölle gegen chinesische Solarmodule ausgesprochen. (dpa-AFX)

          Weitere Fristverlängerung für Portugal möglich

          Nach Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hat auch Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem die Möglichkeit eingeräumt, dass Portugal eine neue Lockerung der mit den Geldgebern für 2014 vereinbarten Defizitziele beantragen könnte. „Wenn aufgrund der wirtschaftlichen Lage mehr Zeit benötigt wird, dann könnte zu gegebener Zeit eine Fristverlängerung in Erwägung gezogen werden“, sagte Dijsselbloem am Montag bei einem Besuch in Lissabon.

          Wichtig sei, dass die Sanierungsbemühungen fortgesetzt würden, fügte der niederländische Finanzminister auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Amtskollegen Vítor Gaspar an. Am Freitag hatte Passos erstmals über eine eventuell nötige Neuaushandlung der Ziele des Euro-Krisenlandes gesprochen. Vor einem Antrag wolle man aber alles versuchen, so der Chef der Mitte-Rechts-Regierung.

          Erst im März hatte Lissabon mit der Geldgeber-“Troika“ aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) eine Lockerung der Ziele für die Etat-Fehlbeträge der nächsten Jahre vereinbart. Für 2013 wurde damals ein Minus von 5,5 (statt 4,5) Prozent festgesetzt. Die Frist zur Erreichung des von der EU erlaubten Defizits von höchstens drei Prozent wurde außerdem um ein Jahr auf 2015 verschoben. Nach dieser neuen Absprache muss Portugal 2014 ein Defizit von 4,0 Prozent erreichen. Eine erste Lockerung der Ziele hatten die Geldgeber bereits im September 2012 gewährt. (dpa-AFX)

          Telefonica-Deutschland-Chef gegen Fusion mit E-Plus

          Der Chef von Telefonica Deutschland, Rene Schuster, schließt eine Fusion mit dem deutschen Wettbewerber E-Plus in naher Zukunft aus. Ein solcher Schritt sei „sehr komplex“, sagte der Manager dem Handelsblatt. „Wir müssen nicht unbedingt zusammengehen. Wir gewinnen auch so immer mehr Marktanteile“, sagte Schuster. In der Vergangenheit hatten die Konzernmütter Telefonica aus Spanien und KPN aus den Niederlanden mehrfach über eine Zusammenführung ihrer beiden deutschen Töchter gesprochen. Im vergangenen Sommer war der letzte Anlauf für eine Fusion des dritt- mit dem viertgrößten deutschen Mobilfunkanbieter gescheitert. (Dow Jones Newswires)

          Alitalia fliegt im ersten Quartal tiefer in die roten Zahlen

          Alitalia ist im ersten Quartal tiefer in die roten Zahlen geflogen. Das Betriebsergebnis sei von minus 109 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf minus 136 Millionen Euro gefallen, teilte die italienische Fluggesellschaft am Montagabend mit. Unter dem Strich weitete sich der Verlust von 131 auf 157 Millionen Euro aus.

          Alitalia leidet derzeit unter der schwierigen Situation in seinem Heimatland. Während in Italien der Umsatz um 7,4 Prozent einbrach, stieg er außerhalb des Landes um 1,1 Prozent. Das interkontinentale Geschäft legte sogar kräftig um 11,5 Prozent zu. Wegen eines gestrafften Angebots stieg die Gesamtauslastung der Maschinen um 1,9 Prozentpunkte auf 70,7 Prozent. (dpa-AFX)

          Brasilianische Airline Azul Linhas Aeras plant Börsengang

          Die brasilianische Fluggesellschaft Azul Linhas Aereas Brasileiras strebt an die Börse. Der Sprung auf das Handelsparkett sei sowohl in Brasilien als auch in den Vereinigten Staaten geplant, geht aus einem IPO-Antrag der drittgrößten Airline Brasiliens vom Montag hervor. Die Emission könnte ein Volumen von umgerechnet bis zu rund 380 Millionen Euro haben. Die Einnahmen wolle die Fluggesellschaft in die Expansion stecken und zur Rückzahlung von Schulden verwenden. Der Billigflieger wurde 2008 gegründet. Es wäre der erste Börsengang einer heimischen Airline seit 2005. (Reuters)

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