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Bild: dpa

Bouygues legt im Übernahmepoker um SFR nach, das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten verfehlen eine Einigung bei der Bankenunion und Jacobs Group will die Beteiligung an Adecco deutlich reduzieren.

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          T-Systems will als Vermittler für amerikanische Konzerne punkten

          Die Telekom-Tochter T-Systems will als Partner von amerikanischen Unternehmen Kapital aus dem NSA-Skandal schlagen. Wer heute in Europa Geschäfte machen wolle, müsse Firmenkunden eine Lösung anbieten, bei der Daten vor dem Zugriff der amerikanischen Behörden nach dem Patriot Act geschützt seien, sagte T-Systems-Chef Reinhard Clemens am Mittwoch auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Hier wolle die Telekom-Tochter zum Beispiel als Anbieter von Speicher-Lösungen nach deutschen Datenschutz-Standards ins Spiel kommen. Es gebe Gespräche in diese Richtung mit Firmen wie IBM, Salesforce oder VMware. Mit Salesforce schloss T-Systems am Mittwoch eine Vertriebspartnerschaft.

          Bouygues legt im Übernahmepoker um SFR nach

          Im Übernahmepoker um den französischen Mobilfunker SFR zieht der Mischkonzern Bouygues Kreisen zufolge nach. Dieser habe die Barkomponente seiner Offerte erhöht und biete nun mehr als 11 Milliarden Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zuletzt hatte Mitbewerber Altice 10,9 Milliarden Euro in bar sowie 32 Prozent an einem vereinigten Unternehmen geboten. Das zuvor veröffentlichte Angebot von Bouygues lautet auf 10,5 Milliarden Euro in bar. Zudem soll das neue Unternehmen sofort an die Börse gebracht werden. Bouygues will Vivendi 46 Prozent daran anbieten.

          Keine Einigung von EU-Parlament und Mitgliedstaaten bei Bankenunion

          Der Streit über die europäische Bankenunion ist ungeachtet neuer Kompromissvorschläge der Mitgliedstaaten immer noch nicht beigelegt. Vertreter des Europäischen Parlaments und der EU-Länder konnten sich am Mittwoch nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Es geht um ein kompliziertes System zur Schließung und Sanierung von Pleitebanken - die Volksvertretung muss dem Vorhaben bis April zustimmen. Man habe „nicht genug konkrete Vorschläge erhalten“ und treffe sich deshalb am 19. März erneut, sagten beteiligte Parlamentarier am Rande von Verhandlungen in Straßburg. Bei den meisten strittigen Fragen deute sich allerdings ein Entgegenkommen der Mitgliedstaaten an.

          Jacobs Group will Adecco-Beteiligung deutlich reduzieren

          Die Jacobs Group will ihre Beteiligung an Adecco von derzeit rund 18 Prozent Kreisen zufolge auf 2,5 Prozent senken. Der Großaktionär wolle 30,2 Millionen Aktien verkaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch. Mit dem Bookbuilding-Verfahren soll Goldman Sachs betreut sein und die Titel sollen institutionellen Investoren angeboten werden.

          Starinvestor Buffett kauft sich einen Fernsehsender

          Nach zahlreichen Lokalzeitungen legt sich der amerikanische Starinvestor Warren Buffett nun auch einen Fernsehsender zu. Seine Investmentholding Berkshire Hathaway übernimmt die regionale Station WPLG aus Miami. Dies ist Teil eines insgesamt fast 1,2 Milliarden Dollar (860 Millionen Euro) schweren Geschäfts. Bisheriger Eigentümer ist der ehemalige „Washington Post“-Verlag Graham, dem Buffett seit vier Jahrzehnten geschäftlich verbunden ist.

          Tarifverhandlungen in der Druckindustrie vertagt

          Die Tarifverhandlungen für die deutsche Druckindustrie sind nach vier Stunden vertagt worden. In der dritten Verhandlungsrunde kamen sich die Vertreter der Gewerkschaft Verdi und des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) am Mittwoch in Hamburg nur wenig näher. Verdi habe angeboten, die Forderung von 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt über eine längere Laufzeit zu strecken und in zwei Schritte aufzuteilen, sagte Gewerkschaftssprecher Siegfried Heim.

          Google verschlüsselt Internet-Suche

          Für die NSA und andere Geheimdienste wird es schwerer, die Internet-Suche von Google-Nutzern zu überwachen. Der Konzern ist dazu übergegangen, die Suchanfragen standardmäßig zu verschlüsseln, wie eine Google-Sprecherin der „Washington Post“ am Mittwoch bestätigte.

          Messestände wegen Produktpiraterie durchsucht

          Bei Ermittlungen im Kampf gegen Produktpiraterie sind auf der CeBIT in Hannover zahlreiche Messestände durchsucht und Computer beschlagnahmt worden. Am Dienstag und Mittwoch wurden nach Angaben von Amtsgericht und Polizei Hannover insgesamt 82 Tablet-PCs sichergestellt. Vermutet wird, dass es sich bei der Software um Raubkopien handelte. An dem Einsatz auf der weltgrößten Computermesse waren am Dienstag unter anderem 20 Polizisten, 2 Staatsanwälte und 4 Dolmetscher beteiligt. Sie kontrollierten 14 Stände und kassierten 21 000 Euro an Sicherheitsleistungen. Drei weitere Messestände wurden vor Eintreffen der Ermittler leergeräumt. Auf der CeBIT zeigen bis Freitag rund 3400 Unternehmen aus 70 Ländern ihre Neuheiten.

          ARD weist Gutachten für Rundfunkbeitrag-Gegner zurück

          Ein neues Gutachten heizt den Streit um den Rundfunkbeitrag weiter an. Die ARD wies am Mittwoch ein Papier zurück, das im Auftrag der klagenden Unternehmen Sixt und Rossmann entstanden war und von weit höheren Mehreinnahmen ausgeht als die zuständige Finanzkommission KEF. Dem Papier zufolge belaufen sich die Zusatzeinkünfte der Anstalten in der laufenden Beitragsperiode 2013 bis 2016 auf mindestens 3,2 Milliarden Euro, wie die beiden Unternehmen in München am Mittwoch mitteilten.

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          Im Schatten Chinas

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