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Weitere Nachrichten : Strompreise steigen 2014 nur leicht

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Monteure in einem Metallmast einer 110-Kilovolt-Freileitung zwischen Ludwigslust und Hagenow Bild: dpa

Frankreich erwartet Steuerausfälle in Milliardenhöhe, Bundesfinanzminister Schäuble schließt einen abermaligen Schuldenerlass für Griechenland aus und die Immobilienpreise in China steigen immer stärker.

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          Die Strompreise steigen Anfang 2014 deutlich moderater als im Vorjahr. Viele Versorger, darunter die Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall, verzichten vorerst ganz auf Erhöhungen. Das ergab eine dpa-Umfrage bei Internet-Vergleichsportalen. Die bereits gemeldeten Erhöhungen liegen danach im Schnitt bei gut drei Prozent. Die Mehrbelastung für eine vierköpfige Familie mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch beträgt etwa 35 Euro. Anfang 2013 hatten sich die Stromrechnungen dagegen aufs Jahr gerechnet um mehr als 120 Euro erhöht. Zwar steigt die Ökostrom-Umlage abermals. Grund für den insgesamt geringeren Zuwachs sind jedoch die niedrigen Strombeschaffungskosten an der Börse, die an die Kunden weitergegeben werden. Außerdem stagnieren vielfach die Netzentgelte. Der 20. November ist der Stichtag für die Ankündigung von Preiserhöhungen zum Jahresbeginn. (dpa-AFX)

          Frankreich erwartet Milliarden-Steuerausfälle

          Der französische Haushaltsminister Bernard Cazeneuve rechnet angesichts der schwachen Wirtschaftslage im laufenden Jahr mit Steuerausfällen im Umfang von 5,5 Milliarden Euro. Dies sagte Cazeneuve am Sonntag dem Fernsehsender BFM. Zugleich kündigte er an, den Kampf gegen Steuerhinterziehung fortzusetzen. Ziel sei es, im kommenden Jahr rund zwei Milliarden Euro wieder hereinzuholen, die dem Staat wegen Steuerbetrugs entgangen seien. Frankreichs Wirtschaft ist im Sommer überraschend um 0,1 Prozent geschrumpft. (Reuters)

          Schäuble schließt abermaligen Schuldenerlass für Griechenland aus

          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland ausgeschlossen. Allerdings müsse Mitte des kommenden Jahres bewertet werden, ob die EU-Staaten Griechenland nach Auslaufen des aktuellen Hilfsprogramms noch einmal unter die Arme greifen müssen, sagte Schäuble der Bild-Zeitung.  „Dabei würde es sich aber nur um einen sehr viel kleinen Betrag handeln, als das jetzt der Fall ist“, sagte der CDU-Politiker. Dass Irland und Spanien den Rettungsschirm verlassen, wertete der Finanzminister als Beleg, dass die europäische Politik, Hilfe an Reformen zu knüpfen, „richtig und erfolgreich“ ist. (Dow Jones)

          Immobilienpreise in China steigen immer stärker

          Chinas Immobilienpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr. In den 70 größten Städten des Landes lagen sie im Oktober im Schnitt 9,6 Prozent über den Vorjahreswerten. Das geht aus Reuters-Berechnungen hervor, die auf Daten der Statistikbehörde beruhen. Es ist der zehnte Monat in Folge mit einem Anstieg. In der Hauptstadt Peking kletterten die Preise um 16,4 Prozent, in der Finanzmetropole Shanghai sogar um 17,8 Prozent. Seit Erhebung dieser Daten im Jahr 2011 gab es keine stärkeren Zuwächse. Teilweise werden schon soziale Unruhen befürchtet, weil sich immer weniger Chinesen Wohnungen in den Städten leisten können. Die politischen Bemühungen, die Steigerungen im Zaum zu halten, waren bislang aber wenig erfolgreich. (Reuters)

          Aufsichtsratschef des Rhön-Klinikums fordert Aktienrückkauf

          Die Erlöse aus dem Verkauf eines Großteils der Krankenhäuser der Rhön-Klinikum AG sollen nach dem Willen des Rhön-Großaktionärs und Aufsichtsratschefs Eugen Münch überwiegend in Aktienrückkäufe fließen und nicht in eine Sonderdividende, wie sie auch im Gespräch war. „Als Ankeraktionär bin ich strikt dagegen, eine Sonderdividende auszuschütten“, sagte Münch der Süddeutschen Zeitung. Rhön-Klinikum hatte im September den Verkauf der meisten eigenen Krankenhäuser für knapp 3,1 Milliarden Euro an den Gesundheitskonzern Fresenius angekündigt.

          Münch schlägt vor, mit dem Erlös die 800 Millionen Euro Bankschulden auf einen Schlag zu tilgen und 400 Millionen Euro für Investitionen zurückzulegen und so unabhängig zu werden. Mit den verbleibenden 1,9 Milliarden Euro könnten rund 50 Prozent der Rhön-Aktien zurückgekauft werden. (Dow Jones)

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