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Weitere Nachrichten : Streit um SPD-Kurs bei Energiewende

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Bild: dpa

Thyssen-Krupp steht mit dem Verkauf seiner Stahlwerken in Übersee vor dem Scheitern, Credit Suisse plant den Abbau von rund 1500 Stellen in der Vermögensverwaltung und JP Morgan büßt mit den ersten Milliarden für faule Hypotheken.

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          Streit um SPD-Kurs bei Energiewende

          Grüne und Umweltschützer befürchten, dass eine große Koalition die Energiewende ausbremst. „Union und SPD bereiten eine große Koalition der Energiewende-Blockierer vor“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Samstag in Berlin. In der Energie-AG säßen viele Kohle-Lobbyisten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die die AG für die SPD leitet, betonte in der „Süddeutschen Zeitung“ zwar, sie unterstütze die Energiewende. Aber wichtig sei, dass Industriearbeitsplätze erhalten blieben. „Entscheidend ist, dass wir neben der Versorgungssicherheit auch die Preise für Verbraucher und Unternehmen im Blick behalten.“

          Verkauf von Thyssen-Krupp-Stahlwerken in Übersee vor dem Scheitern

          Ein Scheitern der seit langem andauernden Verhandlungen über den Verkauf der Thyssen-Krupp-Stahlwerke in Übersee wird wahrscheinlicher. Der Konzern arbeitet immer ernsthafter an Alternativplänen, wie das „Wall Street Journal Deutschland“ am Freitagabend unter Berufung auf mehrere informierte Personen berichtete. Eine Variante sehe dabei sogar den Ausbau des Stahlgeschäfts in Brasilien vor. Sollte nur der Verkauf des Weiterverarbeitungswerks im amerikanischen Bundesstaat Alabama gelingen, wollten die Konzernverantwortlichen dem Bericht zufolge den in der Nähe von Rio de Janeiro produzierten Rohstahl künftig mit einem Partnerunternehmen noch in Südamerika weiterverarbeiten. Das sei die wahrscheinlichste Variante.

          Credit Suisse plant Abbau von rund 1500 Stellen in Vermögensverwaltung

          Die Sparmaßnahmen der Credit Suisse führen einem Pressebericht zufolge zu einem Stellenabbau in der Vermögensverwaltung. Von den 650 Millionen Schweizer Franken, die der Bereich einsparen müsse, würden rund 400 Millionen durch Entlassungen erreicht, heißt es in einem Bericht der „Schweiz am Sonntag“. Dies würde rund 1.500 Stellen oder sieben Prozent der Belegschaft entsprechen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen „aus dem Inneren der Bank“.

          JP Morgan büßt mit ersten Milliarden für faule Hypotheken

          Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase leistet eine erste Milliardenbuße für fragwürdige Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise. Das Wall-Street-Haus einigte sich mit der Behörde FHFA, die für die Immobilienfinanzierung zuständig ist, auf eine Zahlung von 5,1 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro). „Das ist ein wichtiger Schritt bei der Aufarbeitung von Hypothekenthemen zwischen der Regierung und JP Morgan Chase“, sagte Behördenchef Edward De Marco am Freitag in Washington.

          New Yorker Börse macht Testlauf für Twitter

          Nach dem Chaos bei dem Facebook-Börsengang im vergangenen Jahr hat es für die anstehende Aktienplatzierung von Twitter jetzt einen Testlauf gegeben. Die Generalprobe sei erfolgreich verlaufen, sagte ein Sprecher der New Yorker Börse NYSE dem „Wall Street Journal“ am Wochenende. Twitter hatte sich im Gegensatz zu vielen anderen Technologieunternehmen für die NYSE statt der Computer-Börse Nasdaq entschieden.

          Tesla-Chef hofft auf Deutschland

          Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla setzt groß auf den deutschen Markt. „Ich wette, dass wir hier ab Ende 2014 rund 10.000 Autos pro Jahr verkaufen können“, sagte Tesla-Chef Elon Musk der „Welt am Sonntag“. Bis Ende kommenden Jahres solle es 25 Niederlassungen in Deutschland geben. Das Unternehmen aus Kalifornien will in diesem Jahr insgesamt rund 21.000 Fahrzeuge herstellen, für die Expansion in Europa wurde vor kurzem ein Werk in den Niederlanden eröffnet. Auf der Automesse IAA kündigte Tesla ein europäisches Netz von Ladestationen an.

          Streit um A350-Darlehen: ’Ball liegt bei der Bundesregierung’

          Im Streit mit der Bundesregierung um einen Kredit über 600 Millionen Euro für die Entwicklung des neuen Langstreckenflugzeugs A350 sieht der Flugzeugbauer Airbus Berlin am Zug. „Der Ball liegt jetzt bei der Bundesregierung“, sagte der deutsche Airbus-Produktionschef Günter Butschek dem Berliner „Tagesspiegel“ (Samstag). Deutschland ist neben Frankreich Großaktionär von Airbus. Über die Auszahlung der Schlussrate wird seit langem gestritten. Das Darlehen für die Anschubfinanzierung über rund 1,1 Milliarden Euro war 2010 vereinbart worden. Rund 500 Millionen Euro wurden Ende 2010 ausgezahlt.

          Nächster Telekom-Chef führt Kampf gegen Regulierung weiter

          Der nächste Telekom-Chef Timotheus Höttges hat deutlich gemacht, dass er sich wie sein Vorgänger gegen die Regulierung der Branche einsetzen wird. „Um den Rückstand gegenüber den amerikanischen Telekommunikations- und -Internet-Giganten aufzuholen, brauchen wir eine europäische Standortstrategie und neue, mutigere Deregulierungsschritte“, sagte Höttges der „Wirtschaftswoche“ laut Vorabmeldung vom Samstag. Er übernimmt zum Jahreswechsel die Führung der Deutschen Telekom von René Obermann.

          Tui erhöht Preise für Spanien und Türkei - Ägypten wird günstiger

          Tui-Kunden müssen für beliebte Reiseziele im kommenden Sommer tiefer in die Tasche greifen. Der Marktführer zieht die Preise für Urlaub in Spanien um 2 Prozent und für Reisen in die Türkei um 2,5 Prozent an. Das kündigte der Touristik-Chef von Tui Deutschland, Oliver Dörschuck, am Samstag bei der Vorstellung der Sommerkataloge auf Teneriffa an. Im Durchschnitt bleiben die Preise stabil. 3 Prozent weniger zahlen Touristen etwa für Urlaub auf Mauritius und den Malediven. Die Vereinigten Staaten und Australien werden um 2 Prozent günstiger, Griechenland um 1,5 Prozent.

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          Topmeldungen

          Frauen stellen die Mehrheit des weltweiten Gesundheitspersonals, sind aber in den Covid-Einsatzteams nicht entsprechend repräsentiert: Impfung der ersten Frau in Frankreich Ende Dezember in Servan

          Gastbeitrag : Eine Krise mit dem Gesicht einer Frau

          Während die Welt den Internationalen Frauentag inmitten einer Pandemie begeht, ist klar: Die Corona-Krise trägt das Gesicht einer Frau. Sechs Vorschläge, wie daraus ein neuer, gleichberechtigter Weg für alle werden kann.

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