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Weitere Nachrichten : Smartphone-Vorstoß zahlt sich für Lenovo aus

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Der neue PC-Weltmarktführer Lenovo treibt seinen Wachstumskurs dank eines erfolgreichen Vorstoßes in den boomenden Smartphone- und Tablet-Markt voran. Die Beteiligungsfirma Gesco bekommt hingegen zunehmend die Konjunkturflaute zu spüren.

          Der neue PC-Weltmarktführer Lenovo treibt seinen Wachstumskurs dank eines erfolgreichen Vorstoßes in den boomenden Smartphone- und Tablet-Markt voran. Der chinesische Konzern, der kürzlich den Rivalen Hewlett-Packard als globalen Branchenprimus ablöste, wies am Donnerstag für das vergangene Vierteljahr einen überraschend kräftigen Gewinnanstieg von 23 Prozent auf umgerechnet rund 131 Millionen Euro aus, sein zweitbeste Quartalsergebnis überhaupt. Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal wuchs um 9,7 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro.

          Angesichts der sinkenden Nachfrage nach herkömmlichen Computern profitiert der Konzern, der einst das PC-Geschäft von dem US-Technologieriesen IBM übernommen hatte, von dem raschen Ausbau seines Angebots an mobilen Geräten. So konnte Lenovo in den drei Monaten bis Ende Juni dem Marktforschungsinstitut IDC zufolge den heimischen Rivalen ZTE als viertgrößten Smartphone-Hersteller hinter Samsung, Apple und LG ablösen. Dabei konzentriert sich der Konzern vor allem auf Schwellenländer. Aber auch in Amerika will er bald erstmals ein Smartphone anbieten - möglicherweise noch in diesem Jahr.

          Beteiligungsfirma Gesco stellt sich auf Flaute ein

          Die Beteiligungsfirma Gesco mit ihren Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Kunststofftechnik bekommt zunehmend die Konjunkturflaute zu spüren. Der Vorstand ist daher inzwischen skeptischer und erwartet, im Gesamtjahr bei Umsatz und Gewinn lediglich den unteren Rand der gesteckten Bandbreiten zu erreichen, wie Gesco am Donnerstag mitteilte. Die allgemeine Unsicherheit sei gestiegen und die Kunden bestellten eher kurzfristig und kleinteilig. Zudem belasteten die geringere Auslastung und der Preisdruck.Ursprünglich hatte der Vorstand für das seit April laufende Bilanzjahr 2013/14 einen Umsatz zwischen 435 und 450 Millionen Euro avisiert und einen Überschuss zwischen 18,5 und 20,5 Millionen Euro. Im ersten Quartal schrumpfte der Auftragseingang um fünf Prozent auf 110,4 Millionen Euro, der Umsatz legte leicht um zwei Prozent auf 108,9 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn sank auf 7,9 (Vorjahr: 9,9) Millionen, der Überschuss auf 4,5
          (5,8) Millionen Euro.

          Schienenlogistiker VTG bei Gewinnprognose skeptischer

          Der Schienenlogistikkonzern VTG zeigt sich trotz eines Gewinnanstiegs im ersten Halbjahr pessimistischer. Wegen des erhöhten Wettbewerbs in den Logistikbereichen und der Konjunkturschwäche in Europa dürfte der operative Gewinn (Ebitda) nur den unteren Bereich der von 180 bis 190 Millionen Euro reichenden Spanne treffen, teilte VTG am Donnerstag mit. Der Umsatz werde 2013 zwischen 780 und 830 Millionen Euro liegen, bekräftigte VTG. Ihre Waggonflotte strichen die Hamburger zusammen, Investitionen werden verschoben.

           Im ersten Halbjahr verhalfen dem Unternehmen neue Waggons und höhere Preise in der Waggonvermietung zu einem Umsatz- und Gewinnanstieg. Der operative Gewinn stieg um 9,3 Prozent auf 89,6 Millionen Euro und damit stärker als der Umsatz, der um 6,5 Prozent auf 404,4 Millionen Euro zulegte. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung in einem eher konjunkturschwachen europäischen Umfeld, auch wenn sich unsere Logistikbereiche aktuell in einem schwierigen Markt bewegen. Insbesondere unsere Investitionen in Neubauwagen haben sich im ersten Halbjahr positiv ausgewirkt“, sagte VTG-Chef Heiko Fischer.  In der Schienenlogistik-Sparte, die den Transport von Gütern per Bahn organisiert, fiel der operative Gewinn trotz höherer Erlöse um 41,5 Prozent auf 2,7 Millionen Euro. In der Waggonvermietung konnte VTG dagegen Umsatz und Betriebsgewinn stärker steigern als im Gesamtkonzern, obwohl sich die Auslastung der Waggonflotte auf 89,7 Prozent weiter verringerte und die Flotte um 1000 Waggons auf 53.400 Waggons verkleinert wurde. Bereits geplante Investitionen in noch nicht bestellte Neubauwaggons
          seien wegen der Konjunkturschwäche teilweise in die nächsten Jahre verschoben worden, erklärte der Konzern.

                

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