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Das Bild passt zu am Dienstag veröffentlichten Daten zur amerikanischen Industrie. Die Stimmung der Industrieunternehmen war demnach im November auf den niedrigsten Stand seit Juni 2009 gefallen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex fiel von 50,1 Punkten im Vormonat auf 48,6 Zähler und signalisiert damit einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.

Die Erwartung an eine Erhöhung des Leitzinses im Dezember befindet sich derzeit auf sehr hohem Niveau. Am Markt wird die Wahrscheinlichkeit inzwischen mit 74 Prozent eingepreist und Fed-Präsidentin Janet Yellen hat die Zinserhöhungsfantasien am Mittwoch durch optimistische Worte abermals bestärkt. Die neuen Daten seit der Fed-Sitzung im Oktober stünden im Einklang mit der Erwartung weiterer Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, sagte Yellen am Abend in Washington. Und: "Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt stützen die Erwartung, dass sich die Inflation mittelfristig auf unseren Zielwert von zwei Prozent zubewegen wird." Derzeit liegt die amerikanischen Inflationsrate bei nur 0,2 Prozent. (dpa-AFX)

Yellen-Äußerungen lasten auf Asiens Börsen

Die Erwartung einer Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank (Fed) noch in diesem Monat hat Asiens Aktienmärkte am Donnerstag belastet. Auslöser waren Äußerungen von Fed-Chefin Janet Yellen. Sie bereitete die Börsen in einer Rede auf ein Zinserhöhung vor, ohne jedoch einen Termin anzudeuten. Die aktuellen Niedrigzinsen gelten als eine der Hauptursachen für die hohen Aktienkurse. Marktbeobachtern zufolge hielten sich viele Investoren zudem zurück vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese wird nach Einschätzung von Experten aus Sorge über die anhaltend niedrige Inflation eine Ausweitung ihrer Anleihenkäufe beschließen.

In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent tiefer bei rund 19.895 Punkten. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte mit Ausnahme Japans sank 0,6 Prozent. In Schanghai dagegen gewann die Börse 0,7 Prozent.

An den Devisenmärkten in Fernost tendierte der Euro 0,2 Prozent schwächer mit 1,0595 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar nach Yellens Äußerungen ebenfalls etwas höher mit 123,32 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0806 und zum Dollar mit 1,0202. (Reuters)

In Chinas Dienstleistungssektor schwächt sich das Wachstum ab

In China kühlen sich die Geschäfte im Dienstleistungssektor ab. Das zeigt der am Donnerstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex, der vom Markit-Institut und dem Medienhaus Caixin erstellt wird. Er sank im November auf 51,2 von 52,0 Punkten im Oktober und deutet damit auf ein abgeschwächtes Wachstum hin. Hintergrund ist ein gedämpftes Neugeschäft. Hier fiel das entsprechende Teilbarometer auf 51,1 von 52,9 Zählern im Oktober. Werte über 50 zeigen anziehende Geschäfte an. (Reuters)

China und Südafrika wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken

China und Südafrika wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken. Beim Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Südafrika schlossen beide Länder Kooperationsabkommen im Umfang von umgerechnet 6,1 Milliarden Euro ab. Die 26 Einzelvereinbarungen umfassen unter anderem eine 500 Millionen Dollar (472 Millionen Euro) schwere Kreditzusage der China Development Bank für Südafrikas staatlichen Energieversorger Eskom, wie die Präsidentschaft in Pretoria am Mittwoch mitteilte. Auch Investitionen in Infrastruktur- und Industrieprojekte in Südafrika und anderen afrikanischen Ländern wurden demnach verabredet. (dpa-AFX)

Arbeitslosenstatistik soll Flüchtlinge getrennt ausweisen

Die Bundesregierung will zum Jahreswechsel die technischen Voraussetzungen schaffen, um Flüchtlinge getrennt in der Arbeitslosenstatistik auszuweisen. Das Arbeitsministerium bestätigte nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Donnerstag), dass bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg die Vorbereitungen dafür liefen: "Die BA passt derzeit ihre EDV-Systeme dahingehend an, dass ab Anfang 2016 Informationen zum Aufenthaltsstatus von Kunden eingepflegt werden können." Dem Blatt zufolge zielen die Anpassungen darauf ab, ab spätestens Mitte des Jahres die Zahl der Arbeitslosen mit und ohne Einbeziehung von Flüchtlingen vorlegen zu können. Nach Angaben aus dem Oktober geht die BA davon aus, dass rund 90 Prozent der anerkannten Flüchtlinge zunächst auf Hartz IV angewiesen sein werden. Für 2016 erwartete die Agentur damals im Jahresschnitt rund 130.000 arbeitslose Flüchtlinge zusätzlich. (dpa-AFX)

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