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Weitere Nachrichten : S&P stuft Griechenland herunter

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Wann geht Griechenland das Geld aus? Und schafft das Land vorher eine Einigung mit seinen Gläubigern? Bild: dpa

Der amerikanische Waffenhersteller Colt steht vor der Pleite. Die Siltronic-Aktien kommen am unteren Ende der Preisspanne und VW findet immer weniger Käufer.

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          Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat Griechenland weiter herabgestuft. Die Bewertung für die langfristigen Verbindlichkeiten sei auf "CCC" von zuvor "CCC+" gesenkt worden, teilten die Bonitätswächter am Mittwoch mit. Der Ausblick sei negativ. Die Institutionen von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds suchen mit der griechischen Regierung seit Monaten einen Ausweg aus dem Schuldenstreit. (Reuters)

          Colt am Rande der Pleite

          Die amerikanische Traditionsfirma Colt könnte laut amerikanischen Medien in wenigen Tagen Pleite sein. Der 160 Jahre alte Waffenhersteller aus Hartford im amerikanischen Bundesstaat Connecticut stecke so tief in Geldnöten, dass er Mitte Mai Zinszahlungen an Anleihegläubiger von mehr als 10,9 Millionen Dollar nicht habe leisten können, berichtete der Sender CNN am Mittwoch. In einer Mitteilung an die Finanzaufsicht habe die Firma Zweifel an ihrer weiteren Geschäftsfähigkeit eingeräumt und einen Insolvenzantrag in Aussicht gestellt. Colt hat eine 30-tägige Gnadenfrist bis zum 14. Juni, um seine Schulden zu begleichen.

          Dem Bericht nach hat das Unternehmen bereits eine Einigung über eine Umschuldung mit seiner Bank erzielt. Doch eine Gruppe von Investoren lehne das Angebot ab, weil sie keine Verluste hinnehmen wolle. Möglicherweise setzten diese Gläubiger darauf, in einem Insolvenzverfahren besser davonzukommen. Dann könnten größere Rivalen wie Smith & Wesson oder Sturm Ruger zugreifen. Der Schuldenberg von Colt soll sich insgesamt auf gut 350 Millionen Dollar belaufen. (dpa-AFX) 

          Siltronic-Aktien bei Börsengang am unteren Ende der Preisspanne

          Der weltweit drittgrößte Siliziumscheiben-Hersteller Siltronic muss seine Aktien beim Börsengang zum niedrigsten Preis verkaufen. Der Ausgabepreis für die 12,65 Millionen Aktien wurde am Mittwochabend auf 30 Euro festgesetzt, wie die Tochter des Münchener Spezialchemiekonzerns Wacker Chemie mitteilte. Die Preisspanne hatte bis 38 Euro gereicht. Damit hat der Börsengang ein Volumen von bis zu 380 Millionen Euro. Wacker fließen maximal 230 Millionen Euro zu – zum Maximalpreis wären es 61 Millionen mehr gewesen. Siltronic selbst nimmt unabhängig vom Ausgabepreis 150 Millionen Euro ein. An der Börse ist das Unternehmen damit rund 900 Millionen Euro wert.

          Wacker hält nach der für Donnerstag geplanten Erstnotiz noch knapp 58 Prozent an Siltronic und will mittelfristig die Mehrheit abgeben. In den kommenden sechs Monaten sollen jedoch ohne Zustimmung der Emissionsbanken Citi und Credit Suisse keine weiteren Siltronic-Aktien auf den Markt geworfen werden. Ein erster Anlauf an die Börse war 2004 gescheitert.

          Siltronic-Vorstandschef Christoph von Plotho zeigte sich trotzdem mit dem Ergebnis der Emission zufrieden: "Das Interesse der Investoren zeigt, dass Siltronic eine Position der Stärke erreicht hat und von institutionellen Investoren als ein attraktives Investment wahrgenommen wird." Nur ein Prozent ging an Privatinvestoren. Siltronic will die Erlöse aus dem Börsengang vor allem zum Abbau von Schulden verwenden. Ob die Anleger für 2015 schon mit einer Dividende rechnen können, ließ das Unternehmen offen. (Reuters)

          VW findet immer weniger Käufer

          Europas größter Autobauer Volkswagen  hat mit seiner Pkw-Kernmarke auch im Mai keinen Weg aus dem monatelangen Absatzminus gefunden. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sank die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge um 5,9 Prozent auf 499.500 Stück, wie der Konzern am Mittwochabend in Wolfsburg mitteilte.

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