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Weitere Nachrichten : Nahles möchte Hürde für Erhalt von Arbeitslosengeld I senken

Anlaufstelle Arbeitsagentur Bild: dpa

Das Exportwachstum in Japan signalisiert eine Konjunkturerholung, das Justizministerium kritisiert Facebooks neue Datenschutzregeln und die Box-Aktie schießt bei ihrem Börsendebüt in die Höhe.

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          Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) möchte die Anspruchshürde für den Erhalt von Arbeitslosengeld I senken. Bisher ist Voraussetzung, dass ein von Arbeitslosigkeit Betroffener in den letzten zwei Jahren davor insgesamt zwölf Monate beschäftigt war und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. „Da müssen wir mit der Zeit gehen, die Absicherung auf die neuen Gegebenheiten einstellen“, sagte Nahles dem Magazin „Wirtschaftswoche“. Mit Blick auf den Zeitraum für die Ansammlung der erforderlichen zwölf Monate Beschäftigung fügte sie hinzu: „Wir sollten diese Rahmenfrist auf drei Jahre verlängern.“Die neue Arbeitswelt sei unsteter und brauche daher flexiblere Regeln. „Es gibt immer mehr Menschen, die in Jobs arbeiten, in denen mal für ein paar Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wird. Wenn die arbeitslos werden, haben sie trotz ihrer Beiträge keinen Schutz, weil sie nicht lange genug eingezahlt haben“, erläuterte die Ministerin. (dpa-AFX)

          Exportwachstum in Japan signalisiert Konjunkturerholung

          Japans Exporte sind im Dezember den vierten Monat in Folge gewachsen. Grund waren eine anziehende Nachfrage aus dem Ausland, wie Daten des Finanzministeriums am Montag zeigten. So seien insbesondere in die Vereinigten Staaten, aber auch nach China und in die Europäische Union mehr japanische Produkte geliefert worden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Exporte somit 12,9 Prozent zu. Dies signalisierte eine anhaltende Erholung der rezessionsgezeichneten japanischen Wirtschaft. Die Importe stiegen im Dezember um 1,9 Prozent. Das Handelsdefizit betrug den Angaben nach 660,7 Milliarden Yen (etwa fünf Milliarden Euro). Volkswirte hatten im Schnitt ein Exportwachstum von elf Prozent erwartet und einen Anstieg der Importe um 2,3 Prozent. (Reuters)

          Justizministerium kritisiert Facebooks neue Datenschutzregeln

          Die neuen Datenschutzregeln von Facebook stoßen auch im Bundesjustizministerium auf Kritik. Die Nutzer müssten selbst entscheiden können, ob die neuen Regeln aktiviert werden sollten, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe). Per Voreinstellung sollten die Funktionen auf „aus“ gestellt sein. Die neuen Datenschutzregeln sollen laut Facebook am 30. Januar in Kraft treten. Facebook hatte die Einführung auf Druck europäischer Regulierer verschoben.

          „Wenn Facebook permanent verfolgt, wie wir auf bestimmte Angebote im Netz reagieren, besteht eine große Gefahr, dass wir vorhersehbar und damit auch manipulierbar werden“, sagte Kelber. Unklar bleibe, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet, genutzt und ausgewertet würden. Am Stichtag würden Nutzer automatisch beim Einloggen ihre Einwilligung geben. „Man wird gezwungen, das Gesamtpaket zu wählen. Facebook lässt nur die Wahl: Alles oder Nichts.“

          Facebook hatte die Änderungen im November angekündigt und die Einführung nach der Kritik von Datenschützern um einen Monat verschoben. Das Netzwerk will damit Werbung künftig stärker auf die einzelnen Nutzer zuschneiden. Dafür sollen Informationen über besuchte Websites und genutzte Apps sowie Standortdaten ausgewertet werden. Für die Nutzer sollen die Regeln aber auch mehr Transparenz und Kontrolle ermöglichen. Die Personalisierung sollen Nutzer auch abschalten können. (dpa-AFX)

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