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Weitere Nachrichten : Moody’s stuft Commerzbank herab

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Der Hersteller von Kleincomputern Kontron macht weiter Verluste, AT&T startet mit höheren Gewinnen ins neue Jahr und die Hotelkette Accor wirft ihren Chef nach einem Streit über die Strategie des Hauses unverzüglich raus.

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          Moody’s senkt Commerzbank-Bewertung um eine Stufe

          Die Ratingagentur Moody’s hat ihre Bewertung für die Kreditwürdigkeit der Commerzbank leicht gesenkt. Die Note sei wegen der schwachen Geschäftsentwicklung der Bank und des schwierigen Bankmarkts in Deutschland von „A3 negative“ auf „Baa1“ reduziert worden, teilte Moody’s am späten Dienstagabend in Frankfurt mit. Der Ausblick sei jetzt stabil. „Baa1“ ist die achtbeste Note der Ratingagentur. Verbindlichkeiten mit dieser Einstufung bergen per Moody’s-Definition ein moderates Kreditrisiko. Schulden dieser Klasse seien mittlerer Qualität und wiesen als solche „mitunter gewisse spekulative Elemente auf“.

          Kleincomputerbauer Kontron verharrt in der Verlustzone

          Der Steuerungscomputer-Bauer Kontron hat zu Jahresbeginn weiter rote Zahlen geschrieben. Der operative Verlust (Ebit) liege im ersten Quartal 2013 bei 4,1 Millionen Euro, teilte das Unternehmen aus Eching bei München am Mittwoch mit. Auch der Umsatz ist weiter rückläufig. Die Einnahmen schwanden um knapp 10 Millionen Euro auf 121,7 Millionen Euro. Allerdings habe sich die Auftragslage etwas verbessert, teilte der neue Chef Rolf Schwirz mit. Vor Jahresfrist hatte Kontron noch Gewinn geschrieben, war aber wegen einer mauen Orderlage, starkem Preisdruck und Sanierungskosten 2012 insgesamt in die Verlustzone gerutscht. Eine deutliche Besserung erwartet Kontron zunächst nicht. „2013 wird ein schwieriges Jahr“, warnte der seit Jahresbeginn amtierende Chef Schwirz Ende März. Er verordnete Kontron eine Rosskur, um das Unternehmen im kommenden Jahr wieder in die Spur zu bringen. Ende April will Schwirz Investoren seinen Plan vorstellen.

          AT&T startet mit Gewinnplus ins neue Jahr

          Der amerikanische Telekomkonzern AT&T ist mit einem Gewinnplus ins neue Jahr gestartet. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 3,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz schrumpfte hingegen um 1,5 Prozent auf 31,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in Dallas (Bundesstaat Texas) mitteilte. Rechnet man den Verkauf von Advertising Solutions heraus, legten die Erlöse allerdings um 0,9 Prozent zu.

          Amgen steigert dank Steuereffekten Gewinn im ersten Quartal deutlich

          Amgen hat dank Steuereffekten den Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert. Unter dem Strich legte das Ergebnis um 21 Prozent zum Vorjahr auf 1,4 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 4,24 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit weniger Gewinn, aber mehr Erlösen gerechnet. Im nachbörslichen Handel rutschten Amgen-Titel um gut 6 Prozent ab.

          Aixtron wartet weiter auf die Wende: Millionenverlust wegen Abschreibungen

          Aixtron ist auch im ersten Quartal nicht aus der Talsohle herausgekommen. Der Auftragseingang lag bei 29,9 Millionen Euro und bleibt damit auf niedrigem Niveau, wie das Unternehmen selbst in einer Mitteilung am späten Dienstagabend einräumte. Der Umsatzerlöse summierten sich auf 40,2 Millionen Euro. Unter dem Strich klaffte ein Loch von 48,0 Millionen Euro, beim operativen Ergebnis (Ebit) lag das Minus sogar bei 76,3 Millionen Euro.

          Accor wirft Chef nach Strategiestreit unverzüglich raus

          Der französische Hotelkonzern Accor hat seinem obersten Angestellten nach einem Streit über die Strategie den Stuhl vor die Tür gesetzt. Bei einer auf Wunsch des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Denis Hennequin einberufenen Sitzung des Verwaltungsrates hätten die Aufseher eine beschleunigte Umsetzung der Unternehmensstrategie verlangt, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Im abgelaufenen Jahr war Accor durch den verlustreichen Verkauf seiner nordamerikanischen Billigkette Motel 6 tief in die roten Zahlen gestürzt. In das neue Jahr waren die Franzosen zudem mit rückläufigen Umsätzen gestartet.

          Novartis in Amerika angeklagt wegen Kickback-System bei Medikament Myfortic

          Die New Yorker Staatsanwaltschaft und das FBI haben Novartis wegen eines Multimillionen-Kickbacksystems für das Nierentransplantations-Medikament Myfortic angeklagt. Demnach soll Novartis an 20 oder mehr Apotheken Kickbacks in Form von Rabatten und Ermäßigungen gegeben haben, damit diese an Patienten das Medikament Myfortic anstelle eines Konkurrenzmedikamentes und/oder eines Generikums abgegeben hätten.

          Brüssel hat Bedenken gegen Übernahme griechischer Fluglinie

          Eine geplante Übernahme in der griechischen Luftfahrtbranche stößt auf Bedenken der obersten Kartellwächter Europas. Die EU-Kommission hat Vorbehalte gegen die Pläne der griechischen Aegean Airlines, die traditionsreiche griechische Fluglinie Olympic Air zu übernehmen. Deshalb habe eine eingehende Untersuchung des Falls begonnen, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Die bisherigen Zugeständnisse von Aegean reichten nicht aus.

          Venezuela verhängt per Dekret Ausnahmezustand für Stromsystem

          Venezuela hat für das nationale Stromsystem einen 90-tägigen Ausnahmezustand erklärt. Mit einem entsprechenden Dekret reagierte die Regierung am Dienstag auf Stromausfälle und Rationierungen in verschiedenen Landesteilen. Durch die Maßnahme werden unter anderem Stromwerke zu Sicherheitszonen mit verstärkten Kontrollen erklärt, um die von der Regierung mehrfach behaupteten Sabotage-Akte zu unterbinden. „Die Regierung wird jede Art von Sabotage verhindern und sich bemühen, das Elektrizitätsproblem strukturell zu lösen“, sagte Vize-Präsident Jorge Arreaza in Caracas.

          Provinzial-Mitarbeiter stellen Forderung für Fusion

          Auf einer Betriebsversammlung in Kiel haben rund 600 Provinzial-Mitarbeiter ihre Forderungen bei einer angedachten Fusion der Provinzial Nordwest und Rheinland deutlich gemacht. Für den Fall einer Fusion benötige die Provinzial einen Staatsvertrag der drei betroffenen Bundesländer, sagte die Kieler Betriebsratsvorsitzende Kerstin David nach der Versammlung am Dienstag der dpa. Darin müssten unter anderem die Gemeinwohlorientierung des öffentlichen Auftrages und der Erhalt der Standorte geregelt werden. Zudem müsse die Holding künftig eine Anstalt öffentlichen Rechts sein und keine Aktiengesellschaft.

          ABB-Gewinn knickt zum Jahresauftakt überraschend ein

          Böse Überraschung für den Elektrokonzern ABB: Im Auftaktquartal schrumpfte der Gewinn der Schweizer überraschend auf 664 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Vor Jahresfrist hatte der Siemens -Rivale noch 685 Millionen Dollar erwirtschaftet, Analysten waren von einem Zuwachs auf 710 Millionen Dollar ausgegangen. Dabei war der Umsatz des Siemens-Rivalen kräftig gestiegen: Die Erlöse legten im ersten Quartal um 9 Prozent auf 9,72 Milliarden Dollar zu. Hier hatten Experten 9,52 Milliarden Dollar erwartet. Der Auftragseingang der Eidgenossen stagnierte in etwa bei 10,5 Milliarden Dollar.

          Konzernchef Joe Hogan zeigte sich dennoch zufrieden. „Dieses Quartalsergebnis haben wir trotz steten Gegenwinds auf der Nachfrageseite erzielt. Das Wachstum hat sich in den USA im ersten Quartal weiter abgeschwächt, und die Industrie-Investitionen waren in weiten Teilen Europas weiterhin uneinheitlich“, sagte er. Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich ABB skeptisch. „Zu Beginn des zweiten Quartals 2013 sind keine klaren Veränderungen bei den Nachfragetrends zu beobachten. In einem Marktumfeld, das in naher Zukunft voraussichtlich sehr unsicher bleiben wird, werden wir uns weiter auf die Abwicklung von Projekten aus unserem umfassenden Auftragsbestand konzentrieren“, hieß es.

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          Der Softwareanbieter Teamviewer profitiert von der hohen Nachfrage in der Corona-Pandemie. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um gut ein Fünftel. Im ersten Quartal war des Neugeschäft aber noch stärker gewachsen.

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          Test für Reiserückkehrer im rheinland-pfälzischen Bitburg

          Kritik an Risikogebieten : Zahl der Neuinfizierten abermals über 1000

          Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt weiter vierstellig. Zugleich übt der Deutsche Hausärzteverband Kritik an pauschalen Risikogebieten. „Wahnwitzig“ sei auch, dass Ärzte Hotelbuchungen von Reiserückkehrern kontrollieren sollen.

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