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Weitere Nachrichten : Mehr Tempo bei der Deutschen Börse

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Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn Bild: dpa

Der neue Chef der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, drückt mächtig aufs Gas, GFT Technologies senkt wegen des Verkaufs eines Geschäftsbereichs die Jahresprognosen und die Schwäche von Puma belastet den Kering-Gewinn.

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          Mehr Tempo bei der Deutschen Börse

          Der neue Chef der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, drückt mächtig aufs Gas: Keine zwei Monate nach seinem Amtsantritt setzte der Manager dem Konzern am Montag neue Wachstumsziele. Pro Jahr sollen die Nettoerlöse nun um 5 bis 10 Prozent steigen, der operative Gewinn (Ebit) und der Überschuss um zehn bis 15 Prozent pro Jahr zulegen. Zuvor hatte Kengeter bereits zwei Übernahmen für zusammen mehr als 1,3 Milliarden Euro angekündigt. Rückenwind bekommt der frühere oberste Investmentbanker der schweizerischen Großbank UBS vom kräftig anziehenden Handelsgeschehen an den Finanzmärkten. Wegen der neuen Unsicherheiten etwa angesichts des griechischen Schuldendramas und der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in China müssen Anleger wieder mehr in ihren Depots umschichten. Das beflügelt die Geschäfte der Deutschen Börse. So stiegen im zweiten Quartal die Nettoerlöse um 19 Prozent auf 583,1 Millionen Euro.

          GFT Technologies senkt wegen Verkauf Jahresprognosen

          Der IT-Dienstleister GFT Technologies hat wegen des Verkaufs eines Geschäftsbereichs seine Jahresprognosen gesenkt. Der Umsatz dürfte im 2015 nur noch bei rund 340 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am Montag in Stuttgart mit. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) soll 29 Millionen Euro betragen. Zuvor war GFT von 425 Millionen Euro und 31 Millionen Euro ausgegangen. Grund sei der Verkauf des Personaldienstleisters Emagine, hieß es. Dieser ist auf die personelle Besetzung von Technologieprojekten mit Freiberuflern spezialisiert und hatte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von gut 86 Millionen Euro und ein EBT von 1,66 Millionen Euro verzeichnet. "Wir haben die Emagine in den letzten Jahren strategisch neu ausgerichtet und das Ergebnis verbessert", sagte der Vorstandsvorsitzende der GFT Technologies AG, Ulrich Dietz. "Zur weiteren Stärkung unseres Kerngeschäfts mit IT-Lösungen für den Finanzsektor bestehen jedoch kaum noch Synergieeffekte."

          Puma-Schwäche belastet Kering-Gewinn

          Der französische Kering-Konzern kann sich wieder über besser laufende Geschäfte bei seiner Luxusmarke Gucci freuen. Allerdings lastet die Ertragsschwäche der Sporttochter Puma im ersten Halbjahr auf dem Gewinn. Am Ende sank das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis bei der Konzernmutter daher um 5,4 Prozent auf 773,2 Millionen Euro, wie Kering am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Damit schnitt der Konzern aber dennoch besser ab, als die meisten Analysten es erwartet hatten. Der bereinigte Nettogewinn aus fortgeführtem Geschäft verringerte sich um 13 Prozent auf 489 Millionen Euro.

          Deutsch-französische Rüstungsfusion KMW/Nexter vor Unterzeichnung

          Der deutsche Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und sein französischer Konkurrent Nexter wollen noch in dieser Woche ihre Fusion besiegeln. Das Verteidigungsministerium in Paris lud am Montagabend zu einem Pressetermin für Mittwoch (17.00 Uhr) ein. Dabei gehe es um die "Unterschrift unter die Verständigung" zwischen den beiden Unternehmen, hieß es. Zuvor hatte bereits das "Handelsblatt" berichtet, dass die Verträge am Mittwoch unter Dach und Fach kommen sollen. Die Eigentümerfamilie Bode für KMW und der französische Staat für Nexter seien die Unterzeichner. Es soll eine Holding niederländischen Rechts mit dem vorläufigen Namen "Newco" gegründet werden. Sie halte sämtliche Anteile der beiden Firmen. KMW ist vor allem bekannt durch den Kampfpanzer "Leopard".

          Deutsche Bahn baut um - Millioneneinsparungen geplant

          Die Deutsche Bahn reagiert angesichts ihrer Ertragsschwäche mit Millioneneinsparungen und einem massiven Konzernumbau. Der Aufsichtsrat des bundeseigenen Konzerns beschloss auf einer Sondersitzung, die Zahl der Vorstandsmitglieder von acht auf sechs zu verringen. Das teilte die Deutsche Bahn am Montag in Berlin mit. Neu in der Führungsriege ist demnach ab 1. August etwa der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla. Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer wird zusätzlich Stellvertreter von Bahnchef Rüdiger Grube.

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