https://www.faz.net/-gqe-7l9q7

Weitere Nachrichten : McKesson scheitert bei Celesio-Übernahme

  • Aktualisiert am

Bild: dapd

Der Chef des Medienkonzerns Charter Communications bestätigt ein Gebot für Time Warner Cable, Daimler kommt bei seinem Sparprogramm schneller voran und Volvo ist zurück in der Gewinnzone.

          McKesson scheitert bei Celesio-Übernahme

          Der Übernahmepoker um den Pharmagroßhändler Celesio hat eine überraschende Wende genommen. Der amerikanische Branchenkollege McKesson scheiterte an seinem selbst gesetzten Ziel, mindestens 75 Prozent der Unternehmensanteile einsammeln zu wollen. Am Montagabend teilten die Amerikaner mit, dass dies nicht erreicht worden sei. Der Mischkonzern Haniel, der 50,01 Prozent der Celesio-Anteile hält, äußerte Bedauern. „McKesson wäre ein sehr guter Partner für die weitere strategische Entwicklung von Celesio gewesen. Insofern ist es natürlich schade, dass das Übernahmeangebot gescheitert ist“, sagte Haniel-Vorstandschef Stephan Gemkow laut Mitteilung. „Gleichwohl ist das weder für Haniel noch für die Celesio AG, die strategisch sehr gut aufgestellt ist, ein Beinbruch. Wir bei Haniel können nun in Ruhe die Situation analysieren und alle Optionen prüfen.“

          Charter-Chef bestätigt Gebot für Time Warner Cable

          Der Medienkonzern Charter Communications geht bei der angepeilten Übernahme von Time Warner Cable ungewöhnliche Wege: Unternehmenschef Tom Rutledge offenbarte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Bewertung des Kabelkonzerns inklusive Schulden von insgesamt über 61 Milliarden Dollar. Das Gebot je Anteilschein von Time Warner Cable habe neben einer Barkomponente von 83 Dollar in bar auch Aktien von Charter im Wert von etwa 49,50 Dollar umfasst, sagte der Manager. Offiziell hat das Unternehmen allerdings bisher kein Gebot vorgelegt.

          Daimler kommt bei Sparprogramm schneller voran

          Daimler kommt bei dem milliardenschweren Sparprogramm seiner Pkw-Sparte schneller voran als geplant. Die jährlichen Kosten dürften schon vor dem angepeilten Stichtag Ende 2014 um insgesamt zwei Milliarden Euro gedrückt werden, sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Montag auf der Automesse in Detroit. Ob die Stuttgarter am Ende bei mehr als zwei Milliarden Euro jährlichen Einsparungen landen würden, sei aber noch nicht klar. 2013 habe Daimler mehr als ein Drittel seines Sparziels erreicht.

          VW-Manager Neußer: Zeitdruck bei Standortwahl für neues amerikanisches Modell

          Volkswagen muss sich bei den Planungen für sein neues Modell in den Vereinigten Staaten nach Auskunft von VW-Motoren-Chef Heinz-Jakob Neußer sputen. Die Standortentscheidung für den Bau der „Crossblue“ genannten Geländelimousine müsse in den nächsten Wochen fallen, sagte Neußer am Montag zum Start der amerikanischen Automesse in Detroit. „Ich weiß nicht, ob wir das diesen Monat noch hinkriegen“, gab er zu bedenken. Aber angesichts des für 2016 eingeplanten Verkaufsstarts dränge die Zeit. Zur Wahl stehen die Fabriken im amerikanischen Chattanooga und in Mexiko. Die Entscheidung hänge „rein von kommerziellen Randbedingungen ab“. So spielten beispielsweise Auslastungsfragen, mögliche Subventionen oder die lokale Lieferantenbasis eine Rolle.

          Volvo zurück in Gewinnzone

          Nach dem Verlustjahr 2012 verdient Volvo wieder Geld. Vergangenes Jahr habe das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben, sagte Unternehmenschef Håkan Samuelsson am Montag auf der Automesse in Detroit. Details nannte er nicht und verwies auf die Zahlenvorlage der chinesischen Konzernmutter Geely im März. 2012 hatte Volvo rund 56 Millionen Euro Verlust geschrieben. Auch bei den Verkaufszahlen konnte Samuelsson ein leichtes Plus präsentieren: Der Absatz legte 2013 um 1,4 Prozent zu - und soll dieses Jahr dank der Vereinigten Staaten und China weiter steigen.

          Geplante EU-Reform des Telekomsektors verspätet sich

          Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Reform des Telekommunikationssektors verzögert sich. „Es ist realistisch, von einer endgültigen Einigung nach dem Sommer auszugehen und nicht davor“, sagte der Sprecher der EU-Kommissarin für Digitales, Neelie Kroes, am Montag in Brüssel. Ursprünglich hatte die Behörde eine Einigung bereits für den Sommer angepeilt.

          Kein Staatshilfe für Weltbild aus Bayern

          Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat Staatshilfe für den insolventen Augsburger Weltbild-Verlag ausgeschlossen. „Es werden hier definitiv keine Steuergelder für die Rettung eingesetzt. Uns geht es um die Mitarbeiter“, sagte Aigner dem „Münchner Merkur“ (Dienstag). Am Donnerstag werde sie zusammen mit Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) mit den betroffenen Mitarbeitern sprechen.

          Weitere Themen

          Die Gamescom-Highlights im Überblick Video-Seite öffnen

          Videorundgang : Die Gamescom-Highlights im Überblick

          Ab heute können alle auf die Gamescom. Doch welche Hallen und Stände lohnen einen Besuch? F.A.Z.-Redakteur Bastian Benrath verrät es auf einem Videorundgang.

          Topmeldungen

          Finanzminister Scholz will den Soli zurückschrauben. Aber nicht für Sparer.

          Trotz Reform : Viele Sparer müssen weiter Soli zahlen

          Für die meisten Bundesbürger soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 entfallen, sagt Finanzminister Scholz. Was er verschweigt: Für den Großteil der Sparer und Anleger gilt das nicht – und das sind nicht nur Großverdiener.
          Der Zusammenschluss von Car 2 Go und Drive Now ist ganz offensichtlich ein Eingeständnis des Scheiterns.

          Auch Mazda steigt aus : Carsharing fährt gegen die Wand

          Es soll eine Lösung für urbane Mobilität sein: Doch Carsharing rechnet sich nicht. Und nicht nur das: Die Autos kämen oft auch verdreckt oder beschädigt zurück, klagen die Anbieter. Jetzt gibt auch Mazda auf.

          Klimaaktivistin in Amerika : „Greta ist das Böse“

          Greta Thunberg wird in den Vereinigten Staaten nicht nur von begeisterten Aktivisten empfangen. Auch die Lobbyisten aus dem Lager der Klimawandel-Leugner laufen sich schon warm.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.