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Weitere Nachrichten : Lanxess tritt auf die Kostenbremse

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Bild: dpa

Die Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer tritt als weiteres Vorstandsmitglied vorzeitig ab, eine größere Version des Boeing ’Dreamliner’ hebt erstmals ab und Praktiker einigt sich mit Mitarbeitern auf Transfergesellschaft.

          3 Min.

          Lanxess tritt auf Kostenbremse

          Der Spezialchemiekonzern Lanxess will die Kosten angesichts der Schwäche in der europäischen Autoindustrie kräftig senken und baut bis Ende 2015 weltweit rund 1000 Stellen ab. Das Sparvolumen liege bei rund 100 Millionen Euro pro Jahr ab 2015, teilte der Konzern am Dienstagabend in Köln mit. Die Belastungen durch das neue Sparprogramm bezifferte Lanxess für 2013 und 2014 auf insgesamt rund 150 Millionen Euro. Der Konzern behalte seine derzeitige Struktur mit drei Geschäftsbereichen bei. Für bestimmte Randgeschäfte mit einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro und etwa 1000 Mitarbeitern würden aber „strategische Optionen“ verfolgt. An den Zielen für das laufende Jahr halte der Konzern fest. An der Börse kamen die Äußerungen gut an: Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz legten Lanxess-Titel um gut ein Prozent zu.

          Siemens-Vorstandsmitglied Ederer tritt vorzeitig ab

          Nur wenige Wochen nach dem Abgang von Konzernchef Peter Löscher muss nun auch Personalchefin Brigitte Ederer Medienberichten zufolge vorzeitig aus ihrem Amt ausscheiden. Das wolle der Siemens-Aufsichtsrat bei seiner Sitzung an diesem Mittwoch (18.9.) beschließen, hieß es in Berichten der Online-Ausgabe der österreichischen „Kronen Zeitung“ sowie der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ/Mittwochsausgabe). Bei dem Unternehmen war dazu am Dienstagabend keine Stellungnahme zu erhalten. Personalchefin Ederer und die zum Jahresende scheidende Barbara Kux sind die beiden einzigen Frauen im zehnköpfigen Vorstand des Elektrokonzerns.

          Größerer Boeing ’Dreamliner’ hebt erstmals ab

          Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing schickt eine größere Version seines pannengeplagten „Dreamliners“ ins Rennen mit dem europäischen Rivalen Airbus. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) hob das Modell 787-9 zum ersten Mal ab. Der Testflug, der am Werksgelände in Everett nahe Seattle begann, sollte vier bis fünf Stunden dauern.

          Firmenveteran wird Chef von Electronic Arts

          Nach einem halben Jahr Suche hat die unter Druck stehende Videospiele-Firma Electric Arts einen neuen Chef gefunden. Mit Andrew Wilson hat ein interner Kandidat das Rennen gemacht, wie der amerikanische Konzern am Dienstag im Firmenblog mitteilte. Wilson ist seit 13 Jahren im Haus und war zuletzt für die Sportsparte sowie das Onlineportal „Origin“ verantwortlich.

          Praktiker einigt sich mit Mitarbeitern auf Transfergesellschaft

          Für Mitarbeiter der insolventen Praktiker AG wird es voraussichtlich eine Transfergesellschaft geben. Darauf hätten sich die Arbeitnehmervertreter bei Verhandlungen in Erfurt mit den Insolvenzverwaltern des Konzerns geeinigt, sagte Betriebsratsvorsitzende Kerstin Schäfer der „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwoch). „Gerade eben haben wir den Sozialplan unterschrieben“, sagte sie. Der Einigung muss allerdings noch der Gläubigerausschuss zustimmen, der am 28. September zusammenkommt.

          Bummelstreik am Brüsseler Flughafen könnte bald enden

          Der vor Tagen begonnene Bummelstreik von Zöllnern am Brüsseler Flughafen könnte bald enden. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Dienstag meldete, legten die zuständigen Behörden ein neues Angebot für die Vergütung von Wochenend- und Nachtarbeit vor. Bereits am Mittwoch könnten die Beschäftigten für ein Ende des Ausstandes stimmen, wie ein Gewerkschaftsvertreter der Agentur sagte.

          Neue juristische Niederlage für Berlusconi

          Italiens oberstes Berufungsgericht, der Kassationsgerichtshof in Rom, hat das Urteil eines Mailänder Gerichts gegen Silvio Berlusconis Familienunternehmen Fininvest am Dienstag weitgehend bestätigt. Fininvest ist damit verpflichtet, rund 541 Millionen Euro an den Konkurrenten CIR zu zahlen. Das sind nur 23 Millionen Euro weniger als in dem Urteil, das das Unternehmen angefochten hatte.

          Dresdner Solarwatt streicht nach verfehltem Umsatzziel Stellen

          Die Dresdner Solarwatt GmbH wird die selbstgesteckten Umsatzziele in 2013 verpassen und in erheblichem Umfang Stellen streichen. „Wir werden dieses Jahr nur einen Umsatz von 60 bis 70 Millionen Euro erreichen“, sagte Firmenchef Detlef Neuhaus dem „Handelsblatt“ (Mittwoch). „Unsere Mitarbeiterzahl soll auf deutlich unter 200 sinken.“ Betroffen seien alle Abteilungen, jedoch insbesondere die Modul-Produktion, sagte Neuhaus. Dort solle die Kapazität von 300 auf 180 Megawatt sinken. Im April arbeiteten dem Bericht zufolge noch 345 Beschäftigte bei Solarwatt.

          Presse: Drastische Kostensteigerung bei Panzer-Kauf

          Die Anschaffung des Schützenpanzers „Puma“ für die Bundeswehr wird einem Zeitungsbericht zufolge 1,2 Milliarden Euro teurer als ursprünglich geplant. Wie der „Trierische Volksfreund“ (Mittwoch) meldete, sind technische Probleme dafür verantwortlich. Obwohl die Stückzahl im vergangenen Jahr von 405 auf 350 reduziert worden sei, werde der Preis auf 4,3 Milliarden Euro steigen. 2009 seien noch 3,1 Milliarden Euro veranschlagt worden. Die Zeitung beruft sich auf Angaben eines Ministeriumssprechers.

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          Verfasste laut Dokumenten aus der Stasi-Unterlagenbehörde über zwölf Berichte zu Kameraden: der neue Verleger der „Berliner Zeitung“ Holger Friedrich

          „Berliner Zeitung“ : Was ist das für ein Verleger?

          Der Einstieg von Silke und Holger Friedrich beim Berliner Verlag war furios. Sie veröffentlichten ein Manifest, alles sah nach Aufbruch aus. Und was ist jetzt, nach den Stasi-Enthüllungen?
          Geht’s nicht voran? Ein Mann wartet unterwegs auf das Internet.

          Mobilfunkausbau : So soll das Handy schneller werden

          Die Bundesregierung will im Mobilfunkausbau verängstigte Bürger besser informieren. Denn die bremsen zuweilen den Antennenausbau wegen möglicher Strahlenbelastung. Doch das ist nicht der einzige Grund für den lahmenden Ausbau des Netzes.

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