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Weitere Nachrichten : Konsumforscher warnen vor Steuererhöhungen

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Steuererhöhungen: Dann doch lieber billiger einkaufen Bild: dpa

Nicht nur die amerikanische, auch die japanische Notenbank hält die Geldschleusen weiter offen. Die CO2-Grenzwerte für Autos bleiben umstritten. Die Gewinne von Wacker Chemie und Evonik sinken.

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          Überlegungen, Steuern zu erhöhen, die derzeit bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin im Gespräch sind, stoßen bei Konsumforschern auf große Vorbehalte. „Steuererhöhungen drücken immer auf die Konsumstimmung“, warnte der Marktforscher der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Rolf Bürkl, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. „Verbraucher befürchten bei jeder Steuererhöhungsdiskussion sofort eine höhere finanzielle Belastung - egal, ob sie am Ende davon selbst betroffen sind oder nicht“, gab Bürkl zu bedenken. Die GfK veröffentlicht an diesem Donnerstag ihre monatliche Konsumklimastudie. (dpa)

          Bank of Japan hält an extrem lockerer Geldpolitik fest

          Die Bank of Japan (BoJ) hat an ihrer Geldpolitik wie erwartet festgehalten. Bei ihrer eintägigen Sitzung beschlossen die neun Ratsmitglieder einstimmig, die Geldbasis mit einer Jahresrate von 60 bis 70 Billionen Yen auszuweiten, um die flaue Konjunktur anzukurbeln und die hartnäckige Deflation zu überwinden. Diese Entscheidung war an den Märkten allgemein erwartet worden. Mit der Geldschwemme will die BoJ die Inflation binnen zwei Jahren auf 2 Prozent bringen und die anderthalb Jahrzehnte andauernde Deflation beenden. In jüngster Zeit haben die japanischen Währungshüter ihre Besorgnis über die Schwäche einiger Exportmärkte zum Ausdruck gebracht. (Dow Jones)

          Amerikanische Notenbank lässt Geldschleusen offen

          Nach der zeitweiligen Schließung der öffentlichen Verwaltung im Zuge des Haushaltsstreit zögert jetzt die amerikanische Notenbank den Ausstieg aus der Ära des billigen Geldes hinaus. Die Federal Reserve (Fed) will weiter monatlich 85 Milliarden Dollar ins Finanzsystem pumpen, bis sich der Arbeitsmarkt erholt. Die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke blicken zudem mit wenig Zuversicht auf die Wirtschaft: Die Arbeitslosenquote sei noch immer zu hoch und die Erholung am Häusermarkt habe an Schwung eingebüßt, warnte die Fed nach dem Zinsentscheid vom Mittwoch.

          Auch die Nachwehen des erbittert geführten und gerade erst vertagten Etatstreits bereiten ihr Kopfzerbrechen: „Die Haushaltspolitik dämpft das Wachstum.“ Trotz der Geldschwemme schickte der enttäuschende Ausblick der Fed die amerikanischen Börsen auf Talfahrt.  Dass der Anfang 2014 scheidende Fed-Chef Bernanke das monatliche Volumen der Ankäufe von Staatsanleihen und Hypotheken-Papieren drosselt, bezweifelt Krishna Memani von der Fondsgesellschaft Oppenheimer in New York: „Die Aussichten, dass sich etwas tut, sind gering.“ Die konjunkturelle Erholung sei zuletzt kräftig ins Stocken geraten. (Reuters)

          CO2-Grenzwerte für Autos bleiben umstritten

          Die geplanten neuen CO2-Grenzwerte für Autos bleiben in der EU umstritten. Das wurde am Mittwoch bei einer Sitzung der EU-Botschafter der 28 EU-Länder deutlich. Es geht um Grenzwerte für den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ab dem Jahr 2020. Deutschland wehrt sich gegen einen im Sommer ausgehandelten Kompromiss, weil die Bundesregierung Nachteile für die heimische Autobranche mit ihren schweren Premium-Karossen fürchtet.

          Italien und Frankreich forderten nach Angaben von Diplomaten in der Sitzung, die europäischen Autobauer müssten gleich behandelt werden. Demnach hegt Rom Bedenken, dass deutsche Hersteller unverhältnismäßig stark von speziellen Boni für schadstoffarme Fahrzeugen wie Elektroautos profitieren könnten. Diese Boni (Supercredits) sollen Anreize für die Produktion klimafreundlicherer Fahrzeuge bieten - zugleich machen sie es den Autobauern einfacher, ihre spezifischen CO2-Grenzwerte einzuhalten. Deutschland meldete sich in der Sitzung nicht zu Wort.

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