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Weitere Nachrichten : Kabel Deutschland geht an Vodafone

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Vodafone wird wohl neuer Eigentümer Bild: dapd

Yahoo schrumpft weiter, die Zahlen von Coca-Cola sorgen für Enttäuschung und der DGB fordert eine Abkehr von der Riester-Rente.

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          Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland steht vor der Übernahme durch den britischen Telekommunikationskonzern Vodafone. „Unglücklicherweise sind uns die Jungs von Vodafone bei dem Versuch zuvorgekommen, den Rest von Deutschland zu konsolidieren“, sagte Liberty-Global-Chef John Malone am Dienstag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er wünsche den Briten viel Glück und hoffe darauf, dass Vodafone ein guter Wettbewerber im Kabelgeschäft werde.

          Vodafone bietet den Aktionären von Kabel Deutschland 87 Euro je Anteilschein. Die Führungsspitze des Unternehmens empfiehlt die Annahme des Angebots. Allerdings hat das Bundeskartellamt schon mahnend den Finger erhoben. Behördenchef Andreas Mundt hatte zuletzt betont, dass Übernahmen auf dem deutschen Kabelmarkt eine intensive Prüfung erforderlich machten. Offen ist noch, ob diese Untersuchung von der Bonner Behörde oder auf EU-Ebene stattfinden wird. (dpa-AFX)

          Yahoo schrumpft unter Marissa Mayer

          Auch ein Jahr nach dem Amtsantritt von Marissa Mayer läuft das Geschäft von Yahoo mau. Im zweiten Quartal fiel der Umsatz des Internet-Urgesteins um 7 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Vor allem die Einnahmen aus grafischen Werbeanzeigen gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück; die Textanzeigen bei der Internetsuche warfen ebenfalls weniger Geld ab. Gleichzeitig konnte Yahoo die Kosten deutlich senken, so dass am Ende der Gewinn um 46 Prozent auf 331 Millionen Dollar stieg.

          Mayer hatte im Zuge ihrer Sparbemühungen die Bindungen zu Partner-Websites gelockert. Diese sorgen für einen zusätzlichen Strom an Nutzern, verlangen dafür aber auch einen Anteil an den erzielten Werbeeinnahmen. Die sogenannten Traffic Acquisition Costs (TAC) herausgerechnet, lag der Umsatz beinahe stabil. Überdies musste Yahoo weniger Geld für den Firmenumbau aufwenden. (dpa-AFX)

          Coca-Cola sorgt für Enttäuschung

          Der amerikanische Getränkekonzern Coca-Cola hat im abgelaufenen Quartal einen stärker als erwarteten Umsatzrückgang erlitten. Das Unternehmen nannte als Begründung ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld auf der ganzen Welt sowie „ungewöhnlich schlechtes Wetter“. Dabei wurden auch die jüngsten Überschwemmungen in Deutschland als Negativfaktor für das Geschäft angeführt.

          Vorstandsvorsitzender Muhtar Kent gab in einer Mitteilung zu, „nicht glücklich“ über die Ergebnisse zu sein. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel am Dienstag im Handelsverlauf um 3 Prozent auf rund 40 Dollar. Insgesamt meldete Coca-Cola für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 13,0 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn fiel um 4 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 63 Cent lag auf Höhe der Analystenprognosen.

          Seine Absatzmengen hat Coca-Cola in den vergangenen drei Monaten um ein Prozent gesteigert - eine deutliche Abschwächung im Vergleich zum ersten Quartal, als noch von 4 Prozent die Rede war.

          Coca-Cola musste diesmal auf dem nordamerikanischen Heimatmarkt ein Absatzminus von einem Prozent hinnehmen, in Europa gab es sogar einen Rückgang um 4 Prozent. In China ist das vormalige Wachstum zum Erliegen gekommen, und die Absätze stagnierten auf Vorjahresniveau. Vorstandschef Kent verbreitete in der Mitteilung Zuversicht, dass sich die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr verbessern werde. (lid)

          ASML erhöht Umsatzprognose

          Europas größter Chipzulieferer ASML hat wegen guter Geschäfte mit Speicherchipherstellern die Umsatzprognose erhöht. Der Umsatz werde ohne die Effekte aus einer kleineren Übernahme im laufenden Jahr im Bereich von bis zu fünf Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Veldhoven mit. Zuletzt hatte ASML für 2013 einen Erlös auf dem Niveau des Vorjahres von 4,73 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im Laufe des zweiten Quartals habe die Nachfrage von Speicherchipherstellern (DRAM) angezogen, sagte Peter Wennink. Zu dem erwarteten Umsatz von rund fünf Milliarden Euro aus den bisherigen Sparten dürften noch rund 180 Millionen Euro aus dem im Frühjahr gekauften amerikanischen Herstellers Cymer kommen. (dpa-AFX)
           

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